Neuer Radweg - Werner Hellweg wird zwei- statt vierspurig

Radfahrer bekommen auf dem Werner Hellweg bald eine eigene Fahrspur, Autofahrer haben dann künftig eine weniger.
Radfahrer bekommen auf dem Werner Hellweg bald eine eigene Fahrspur, Autofahrer haben dann künftig eine weniger.
Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool
Zwischen der Havkenscheider Straße in Laer und dem Koppstück in Werne wird die rechte Fahrbahn des Werner Hellwegs im Zuge des Parkways Emscher-Ruhr künftig zum Radweg. Autofahrern steht dann in beide Richtungen nur noch jeweils eine Fahrspur zur Verfügung. Baubeginn soll im nächsten Frühjahr sein.

Bochum-Laer/Werne. Autofahrer, die den bisher vierspurigen Werner Hellweg befahren, müssen sich demnächst mit weniger Platz zufrieden geben: Die Hauptverbindung zwischen Laer und Werne wird bald nur noch zweispurig sein und die jeweils rechte Fahrbahn zum Radweg für den Parkway Emscher-Ruhr umfunktioniert. Baubeginn dürfte laut Uwe Herker vom Tiefbauamt im Frühjahr 2015 sein.

Erster Bauabschnitt ist das Teilstück zwischen Havkenscheider Straße und Laerfeldstraße. Die Kosten für Markierungs- und Tiefbauarbeiten in Höhe von ca. 37.000 Euro werden komplett über Landesmittel finanziert. Die Kosten für den zweiten Teil bis zur S-Bahn-Unterführung Am Koppstück (ca. 70.000 Euro) übernimmt die Stadt. Hinzu kommen noch etwa 168.000 Euro für den niederflurgerechten Ausbau der auf dieser Strecke liegenden vier Haltestellen – finanziert aus der Pauschale, die das Land den ÖPNV-Unternehmen jährlich gewährt.

Laut Verwaltung geht kaum Parkraum verloren

„Ziel der Stadt ist es, auf allen großen städtischen Einfallstraßen Radwege zu errichten“, erklärte Uwe Herker auf der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Ost. „Und der Werner Hellweg macht den Anfang“. Während Karl-Josef Schiffer (CDU) noch Diskussionsbedarf sieht und die Vorlage daher am liebsten geschoben hätte, freut sich die SPD über die Gelegenheit, eine weitere Radwegeverbindung zu schaffen. Dirk Meyer: „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Bochum gilt ja nicht gerade als fahrradfreundlich.“ Drohende Verkehrsbehinderungen sieht er – ebenso wie die Verwaltung – nicht: „Das heißt dann halt für Autofahrer, auch mal zurück zu stecken.“

Im oberen Bereich des Werner Hellwegs, wo viele Autos auf der Straße parken, werden Teile des Gehweges so umgearbeitet, dass man diesen halbseitig mitnutzen kann. Insgesamt, so Herker, gehe kaum Parkraum verboten. Weiter unten, auf Höhe der Autobahnauf- und abfahrten, bleibt der Werner Hellweg vierspurig. Wegen des hohen Schwerverkehranteils mit Ziel Industriestraße werden Radfahrer hier aus Sicherheitsgründen über eine Furt mit Ampel geleitet.

Eine von der SPD angeregte generelle Umgestaltung der Ecke Werner Hellweg/Industriestraße inklusive des Rad- und Fußweges zum Ümminger See ist in den Planungen nicht vorgesehen, wird vom Tiefbauamt aber, so Herker, überprüft.

Nördlicher Abschnitt fertig, nun folgt der südliche Teil

Im Frühjahr 2008 wurde in den politischen Germien der Stadt der Entwurf des Geh- und Radweges Parkway Emscher-Ruhr im Regionalen Grünzug E beschlossen. Der nördliche Teil von der Stadtgrenze zu Castrop-Rauxel am Castroper Hellweg bis zu den Harpener Teichen ist inzwischen ausgebaut. Der südliche Abschnitt von den Harpener Teichen bis zum Kemnader See wird zur Zeit ausgebaut bzw. ist in Planung. Nach Fertigstellung besteht eine ca. 30 Kilometer lange durchgängige Verbindung vom Schiffshebewerk Henrichenburg in Castrop-Rauxel bis zum Kemnader See.

 
 

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