Neue Hörsäle im Ex-Fitness-Studio

Tom Thelen
Andrea Neuhaus und Jens Kulicke von der Firma "DIC" posieren in der Baustelle der ehemaligen Stadtbadgalerie, die nun "Bochumer Fenster" heißt, am Dienstag, den 30. Juli 2013 in Bochum.
Andrea Neuhaus und Jens Kulicke von der Firma "DIC" posieren in der Baustelle der ehemaligen Stadtbadgalerie, die nun "Bochumer Fenster" heißt, am Dienstag, den 30. Juli 2013 in Bochum.
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
Aus der „Stadtbadgalerie“ wird das „Bochumer Fenster“: ein neues Konzept an der Massenbergstraße. RUB mietet 6 700 Quadratmeter für über zehn Jahre.

Bochum. Stadtbadgalerie war gestern. „Bochumer Fenster“ ist heute. Mit der Umbenennung und einem neuen Logo soll der Komplex an der Massenbergstraße nicht nur kosmetisch verändert werden, sondern es soll bis zum 1. Oktober eine radikale Neupositionierung geschaffen werden. Grundsätzlich wird das möglich gemacht durch die Ruhr-Universität, die über 6700 Quadratmeter auf fünf Etagen langfristig anmietet.

Für den Umbau nimmt der Investor, seit 2006 die DIC Asset AG, einen nicht näher bezifferten „mittleren einstelligen Millionenbetrag“ in die Hand. Der Mietvertrag mit der RUB laufe über zehn Jahre. Nicht eingeschlossen in die Pläne ist der Bereich des Stadtbads.

Umbauarbeiten haben schon begonnen

Psychologie und Jura statt Fitnesstraining. So die Kurzfassung der Neuausrichtung. Saunabereich, Duschen und Sonnenstudio der vorherigen Fitness-Studio-Nutzung weichen Büros und Hörsälen. Vor drei Wochen schon haben die Umbauarbeiten begonnen, zum Semesterstart Anfang Oktober soll das Gebäude den Studierenden zur Verfügung stehen. Der doppelte Abiturjahrgang steht dann vor der Tür der Akademie. Insgesamt sollen die 75 Psychologiedozenten nebst Teams und die Juristen für einen Tagesdurchlauf von gut 4500 Menschen sorgen. Das würde nicht nur das Gebäude beleben, sondern auch positive Auswirkungen auf den gesamten „Boulevard“ haben.

Neben zwei Hörsälen (2200 Quadratmeter) wird es im Erdgeschoss eine (auch öffentliche) Cafeteria, Sanitärräume und Aufenthalts- und Arbeitsbereiche geben. Die bisherigen Basement-Mieter, der Billigladen Teldi und der Schreibwarenladen Tintenfass bleiben am Ort, letzterer vergrößert sich und wird versetzt. Dort unten stehen auch noch Flächen für den Einzelhandel zur Vermietung, wenngleich der Komplex laut DIC-Angaben „zu 98 Prozent“ vermietet ist.

Rondell wird geschlossen

Baulich wird das Erdgeschoss dahingehend verändert, dass die Rolltreppen, die von dort in den Modepark Roether führten, entfernt werden und das Rondell geschlossen wird. Dadurch gewinnt der Modeladen gut 150 Quadratmeter Verkaufsfläche. Ebenfalls weiterhin im Komplex verbleibt die Gastronomie Mongo’s auf 600 Quadratmetern.

Das neue Nutzungskonzept sei in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung entstanden. Sie setze zudem den Masterplan Universität Stadt in attraktiver Weise um.