Neue Haarmode im Bermudadreieck präsentiert

Die Friseur-Innung stellt die Frisurenmode für den Herbst und Winter im Riff vor
Die Friseur-Innung stellt die Frisurenmode für den Herbst und Winter im Riff vor
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
Einen neuen Weg gingen die Friseure in Bochum. Rund 200 Friseure und reichlich junges Publikum wollten sich inspieren lassen. Was in und was out ist, wenn es um Frisuren geht, ließ sich an diesem Abend rasch entdecken.

Bochum. Die Bude gucken wir uns mal an“, sagte Peter Legsding zu seinem Kollegen – und das taten die beiden dann auch. Edgar Pferner, der Friseur-Obermeister und sein Stellvertreter Legsding, bekannt als „Meister L“. Beseelt von dem Gedanken, die Frisurentrends für den Herbst/Winter 2013/14 im „riff“ - der Bermudahalle zu präsentieren, setzten sie ihren Plan in die Tat um.

So bot sich nun ein gänzlich anderes Bild in der Diskothek, die sonst eher für ausschweifende Partynächte bekannt ist. Riff-Geschäftsführer Maicel Hildbebrandt fand es klasse, liebt er doch, wie er betont, „die Herausforderung“: Rund 200 Friseure nahmen auf den rot gepolsterten Stühlen am Laufsteg Platz, nachdem sie sich mit Bussi links und Bussi rechts begrüßt hatten, und lauschten, was Edgar Pferner und Apostolos Bailas, Friseurmeister und Fachtrainer bei L'Oreal zu sagen hatten. Und das war eine ganze Menge.

Wer mit dem Trend gehen möchte, der trägt auf dem Kopf, jedenfalls farblich gesehen, entweder kühles Braun oder erdbeerblond. Hört sich seltsam an, sieht aber gut aus. So genannte „It-Girls“ machen es längst vor – das sind jene Frauen in den Zeitschriften, die zwar keinem wirklichen Beruf nachgehen, dafür aber immer die besten Klamotten und Frisuren tragen. Ob It-Girls bestimmen, wie letztlich der Deutsche sein Haupthaar zu tragen hat? „Natürlich auch. Aber in erster Linie ist es die internationale Mode vor allem in Paris die vorgibt, was auch national in ist“, weiß Pferner.

Ambiente wie in Paris

Nun ist Bochum, vor allem modisch gesehen, relativ weit weg von Paris, dennoch gilt der feste Grundsatz: Wer im Trend sein möchte, blickt unweigerlich auf die europäische Modemetropole. Dabei, das betont Apostolos Bailas, sei es in erster Linie die Aufgabe der Friseure, die Haute Couture, die auf den Laufstegen zu sehen ist, auch für normal sterbliche Menschen tragbar zu machen. Genau hier liegt wohl die Kunst, die längst nicht jeder Fachmann beherrscht, denn warum sonst, weiß der Düsseldorfer Profi, „waschen sich 70 Prozent der Kunden nach dem Friseurbesuch die Haare?“

Dem überwiegend jungen Publikum gefiel es gut, was Models und Präsentation hergaben und – so viel stand am Ende des Abends für Peter Legsding und Edgar Pferner fest: Im nächsten Jahr werden die beiden die neuesten Trends wieder in der Bermudahalle präsentieren. Denn das Ambiente in der „Bude“, mit viel Charme im Stil der Industriekultur, war mindestens ebenso gut wie das auf den Laufstegen in Paris.

 
 

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