Nachhaltigkeit für Verbraucher immer wichtiger

„We love Beeing“ heißt der Stand von Myrthe Roelofsen, die sich auf dem Heldenmarkt in der Jahrhunderthalle mit ihren Textilien vorstellte.
„We love Beeing“ heißt der Stand von Myrthe Roelofsen, die sich auf dem Heldenmarkt in der Jahrhunderthalle mit ihren Textilien vorstellte.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Immer mehr Verbraucher achten auf nachhaltige Produkte. Das dokumentierte die „Heldenmarkt“-Messe am Wochenende in der Bochumer Jahrhunderthalle.

Bochum.. Immer mehr Menschen setzen auf ökologisch wertvolle Produkte. Denn in vielen Lebensbereichen gibt es mittlerweile eine nachhaltige Alternative: von der Kunst bis zu Versicherungen. Das dokumentierte der „Heldenmarkt“ am Wochenende in der Jahrhunderthalle.

Gleichgültigkeit war gestern. Vielen Kunden ist es längst nicht mehr egal, wo eigentlich ihr Hemd genäht wurde; Bio-Lebensmittel gibt es inzwischen in jedem größeren Supermarkt. Doch nachhaltig leben kann man noch in ganz anderen Bereichen, wie der „Heldenmarkt“, die Messe für nachhaltigen Konsum, zeigte. Die Angebote in der Jahrhunderthalle reichten von Bio-Drucksachen über nachhaltiges Bauen bis zu Recycling-Kunst und sogar grünen Versicherungen.

Geschirr wird aus Bambus gefertigt

Wer wollte, konnte an den Messetagen sein Leben vollkommen umkrempeln. Bereits beim Geschirr gibt es interessante Alternativen aus Bambus. Der Bambus wird zu einem Pulver gemahlen und neu zusammengepresst. Heraus kommen Becher, Schüsseln und Teller, die ein wenig wie Plastik aussehen, spülmaschinenfest und bruchsicher sind. „Bambus ist nachhaltig, weil er so schnell nachwächst“, sagt Sven Ulrich, Mitgründer der Firma 8pandas. Sie waren die ersten, die Geschirr ausschließlich aus Naturprodukten herstellten.

Eine ganz andere Sparte bedient der Künstler Peter Fischenich. Lange Zeit arbeitete er als Grafiker. Eines Tages hatte er dann eine alte Tastatur und ein altes Beil vor sich liegen. „Da dachte ich mir: Hau’ ich mit dem Beil doch einfach mal in die Tastatur“, so Fischenich. Heraus kam ein Stück Kunst mit einer klaren Botschaft: „Feierabend“, so heißt das Werk. Mittlerweile fertigt er seine Kunst nur noch aus recycelten Materialien. So sammelt er e Coladosen aus aller Welt und stellt diese zu einem Gemälde zusammen oder malt seine Werke auf alte Bettlaken oder Fahrradkartons. „Das weggeschmissene Zeug, das ist doch schön“, sagt der Künstler.

Eigene Kollektion mit Bio-Kleidung

Nicht nur im Umland, auch in Bochum selbst setzen sich immer mehr Läden für eine bessere Zukunft ein. Eines dieser Geschäfte ist „Native Souls“, das faire Bio-Kleidung anbietet. Auf der Messe im Westpark präsentierten die Inhaber stolz ihre erste eigene Kollektion. „Zur Zeit haben wir nur ein paar T-Shirts. Das meiste bekommen wir noch von anderen Labels. Aber wir wollen das mit der Zeit umstellen“, kündigt Rebecca Kerkhoff an, die den Laden zusammen mit Daniel Schmitz leitet.

Vor einigen Jahren war Bio nur für eine Randgruppe attraktiv. Doch mittlerweile, das zeigte der volle „Heldenmarkt“, sehnen sich immer mehr Menschen nach einer ökologisch freundlichen Zukunft.

EURE FAVORITEN