Bochum

Nach Tötungsdrama auf der A40: Deshalb ermittelt nun eine Mordkommission

Drama auf der A40 bei Bochum: Ein Mann starb, mehrere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Eine Mordkommission der Polizei Bochum ermittelt.
Drama auf der A40 bei Bochum: Ein Mann starb, mehrere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Eine Mordkommission der Polizei Bochum ermittelt.
Foto: WTV-NEWS

Bochum. Schreckliches Drama auf der A40: Ein junges Ehepaar geriet in Streit - am Ende ist ein Mensch tot und mehrere sind verletzt.

Die beiden waren auf der A40 in Richtung Dortmund unterwegs, als ihr Streit am Autobahndreieck Bochum-West eskalierte: Der 32 Jahre alte Mann verletzte seine 29-jährige Frau mit einem Messer am Hals. Sie konnte sich schwerverletzt aus dem Auto retten. Der Mann ging anschließend auf die Fahrbahn - offenbar, um Suizid zu begehen. Er wurde von einem Auto erfasst und starb. Dabei wurden weitere Menschen verletzt.

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Drama auf A40 bei Bochum: Mann (32) sticht auf Frau (29) ein - ein Toter, mehrere Verletzte

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Kein Verfahren gegen den mutmaßlichen Täter

Die Bochumer Polizei hat inzwischen eine Mordkommission eingerichtet, weil sie von einer versuchten Tötung ausgeht. Der mutmaßliche Täter allerdings ist tot - gegen ihn kann es also kein Verfahren mehr geben.

„Das stimmt, in solchen Fällen ist es aber üblich, dennoch eine Mordkommission einzurichten“, sagt der Bochumer Polizeisprecher Frank Lemanis gegenüber DER WESTEN.

„Eine Mordkommission ist sehr handlungsfähig“

Denn Polizei und Staatsanwaltschaft müssten sich ein umfassendes Bild von den Abläufen machen - auch, weil es noch weitere Betroffene gibt. „Eine Mordkommission ist dann sehr handlungsfähig. Sie besteht immer aus mindestens acht Beamten, die die Spurenlage schnell untersuchen oder zum Beispiel ins Krankenhaus fahren und mit den betroffenen Menschen reden können“, erklärt Lemanis.

Die schwerverletzte 29 Jahre alte Frau ist immer noch im Krankenhaus. Ihre Verletzungen seien aber nicht lebensbedrohlich und sie sei ansprechbar, so Polizeisprecher Frank Lemanis. (pen)

>>Anmerkung der Redaktion<<

Zum Schutz der betroffenen Familien berichten wir normalerweise nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.

Wer unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leidet oder jemanden kennt, der daran leidet, kann sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.

 
 

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