Bochum

Nach mysteriösem BMW-Crash in Herne: So ermittelt die Polizei jetzt, wer der Fahrer war

Der Halter des Unfallwagens hatte laut Polizei einen Alkoholgehalt von 0,8 Promille im Blut. Ob er auch der Fahrer war, wird aktuell ermittelt.
Der Halter des Unfallwagens hatte laut Polizei einen Alkoholgehalt von 0,8 Promille im Blut. Ob er auch der Fahrer war, wird aktuell ermittelt.
Foto: Justin Brosch
  • In der Nacht zu Samstag, 31. März, ist die Polizei zu einem schweren Unfall in Herne gerufen worden
  • Vier Autos waren dabei teils schwer beschädigt worden
  • Drei Männer konnten später festgenommen werden
  • So ermittelt die Polizei nun den Verursacher des Unfalls

Bochum. Es war ein Unfall mit hohem Schaden, zu dem die Polizei in der Nacht zu Samstag, den 31. März gerufen wurde. Zeugen hatten Feuerwehr und Polizei alarmiert, weil sie an der Cranger Straße in Herne laute Knallgeräusche gehört hatten. Dort sei es gegen 4.45 Uhr zu einem schweren Unfall gekommen, eine Person sei eingeklemmt.

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Als die Einsatzkräfte am Unfallort ankamen, fanden sie zwar vier stark beschädigte Autos - doch weder Opfer noch Unfallverursacher. Ein BMW war frontal in drei parkende Wagen gekracht und hatte sie zum Teil schwer beschädigt.

Nahe des Unfallortes konnte die Polizei insgesamt drei Personen festnehmen. Einer davon, der 20-jährige Halter des BMW aus Herne, ist vermutlich der Unfallverursacher. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen.

Blutprobe ergab einen Wert von über 0,8 Promille

Das Ergebnis der Probe steht mittlerweile fest. Laut Frank Lemanis von der Polizei Bochum ergab sie einen Wert über 0,8 Promille. Lemanis: „In Verbindung mit dem Verkehrsunfall zeigt dieser Wert, wie wichtig es ist, die Finger vom Alkohol zu lassen“.

Der Unfallwagen ist von der Polizei sichergestellt worden. Die drei Männer, die in der Nähe des Tatortes aufgegriffen worden sind, kommen dabei potenziell alle als Fahrer in Frage. „Solange nicht festgestellt ist, wer gefahren ist, wird gegen alle ermittelt“, sagt Lemanis dazu. Die maximale Strafandrohung für diese Tat (Gefährdung des Straßenverkehrs) lautet auf Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahre oder Geldstrafe.

„Wir sind guter Dinge, dass wir den Täter finden“

Um den Täter zu überführen, werden nun Spuren am Fahrersitz gesichert. Dazu werden Klebestreifen auf den Sitz geklebt und wieder abgezogen. Die an dem Klebestreifen haftenden Fasern werden dann mit der Kleidung der Männer verglichen, erklärt Lemanis. „Wir sind guter Dinge, dass wir den Täter finden“.

 
 

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