Bochum

Nach Messerattacke und Festnahme in Bochum: Viele Fragen bleiben offen

Nach der Messer-Attacke auf einen Schüler in Bochum sind die Hintergründe des Vorfalls weiterhin unklar.
Nach der Messer-Attacke auf einen Schüler in Bochum sind die Hintergründe des Vorfalls weiterhin unklar.
Foto: dpa/Symbolbild

Bochum. Nach einer Massenschlägerei in Bochum mit einem durch ein Messer schwer verletzten Jugendlichen befindet sich ein 16-Jähriger in Haft. Allerdings bleiben weiterhin viele Fragen offen.

Denn die Hintergründe der gewaltsamen Auseinandersetzung mit 20 bis 25 jungen Leuten sind noch ungeklärt, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bochum am Sonntag auf Nachfrage sagte.

Angriff in Bochum: Haftbefehl gegen Verdächtigen (16)

Nach Polizeiangaben hatte der 16-Jährige am Freitagmorgen das 15 Jahre alte Opfer mit einem Messer auf einer Wiese nahe einer Schule niedergestochen und schwer verletzt. Lebensgefahr bestand aber nicht. Gegen den Beschuldigten wurde Haftbefehl erlassen.

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Gegen 8.20 Uhr am Freitag wurde die Polizei zur Schmechtingwiese, in der Nähe der Heinrich-Böll-Gesamtschule, gerufen - dort griffen die Beamten noch einige Jugendliche im Zuge der Fahndungsmaßnahmen auf.

Verdächtiger in Jugendstrafanstalt gebracht

Der tatverdächtige Syrer kam laut Polizeimitteilung in eine Jugendstrafanstalt. Die Beamten hatten zunächst mehrere Verdächtige vorläufig festgenommen. Die Jugendlichen hatten sich auf der Wiese miteinander geprügelt.

Die Messerattacke ist kein Einzelfall. Deutschlandweit hatten zuletzt tödliche Angriffe von Jugendlichen für Erschütterung gesorgt. So endete im Februar in Dortmund ein Streit unter Teenagern tödlich, eine 15-Jährige wurde erstochen.

Gefährlicher Trend an Schulen

Die Polizei in Dortmund hat deshalb einen Elternbrief verfasst, in dem sie an die Kinder und Jugendlichen appellieren: „Es gibt keinen Grund, Waffen mitzuführen, weder in der Schule, noch in der Freizeit!“, heißt es darin.

Michael Schulte, Schulleiter der ProfilSchule Lünen, hat schon vor dem Messer tödlichen Messerangriff in einer Lüner Schule in einem Elternbrief vor den Gefahren gewarnt.

Schulleiter appelliert an Eltern

Er sieht sich durch den Brief der Polizei bestätigt: „Wir hatten hier einen konkreten Vorfall, bei dem ein Jugendlicher ein Messer auf dem Pausenhof herumzeigte. Da ist zum Glück nichts passiert“, sagte er gegenüber DER WESTEN.

Aber der Schulleiter beobachtet einen gefährlichen Trend: „Es scheint in einer Altersgruppe beliebt zu sein, etwas in der Tasche zu haben - erstmal ohne eigentlichen bösen Vorsatz.“ Sein Appell an die Eltern: „Schaut auf eure Kinder, was sie in der Schultasche haben und reden sie mit ihnen darüber.“ (dpa/fel/ms)

 
 

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