Möbel Unger soll abgerissen werden

Das ehemalige Möbelhaus Unger an der Herner Straße / Rensingstraße steht seit Jahren leer. Jetzt soll es abgerissen werden. Foto: Karl Gatzmanga / WAZ FotoPool
Das ehemalige Möbelhaus Unger an der Herner Straße / Rensingstraße steht seit Jahren leer. Jetzt soll es abgerissen werden. Foto: Karl Gatzmanga / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Bochum.. Eine Lösung für das seit über zehn Jahren leer stehende und mehr und mehr verwahrlosende Ex-Möbelhaus Unger an der Herner Straße zeichnet sich ab. Bürogebäude sollen an dieser Stelle entstehen.

Dort an der Herner Straße, wo 1999 noch rund 100 Beschäftigten verzweifelt und am Schluss vergeblich gegen die Schließung des Hauses Möbelhaus Unger ankämpften, könnten schon in naher Zukunft neue, attraktive Bürogebäude entstehen.

Neue Chancen

Bereits vor der gestrigen Sitzung des Wirtschaftsausschusses freute sich der Riemker CDU-Ratspolitiker Lothar Gräfingholt über diese Entwicklung: „Wir begrüßen sehr, dass der Eigentümer dort etwas tun möchte.“ Mit dem Abriss der alten Gebäude bestehe die Chance, den Eingangsbereich Riemkes und damit der Stadt optisch deutlich aufzuwerten.

Da der Verwaltung mittlerweile das Schreiben des Eigentümers vorliegt, der sich eine mehrgeschossige Bauweise mit Büros entlang der Herner Straße vorstellen kann, wurden nun Änderungen der Planungsziele des für diesen Bereich gültigen Bebauungsplan nötig. Bislang war von einer möglichen Weiternutzung des Areals als Möbelhausstandort ausgegangen worden. Der Ausschuss segnete die B-Plan-Änderung ab.

Park & Ride-Anlage

Der Bebauungsplan 847 umfasst zusätzlich auch die an der Herner Straße vorhandene Wohnbebauung sowie die rückwärtigen Gebäude hin zur Meesmannstraße, wo Gewerbe und Kleinindustrie angesiedelt sind.

Fortschritte sind offenbar auch erzielt worden, was das ehemalige „Kühl-Gelände“ auf der gegenüberliegenden Seite der Herner Straße/Rensingstraße angeht. Hier geht es nach wie vor darum, dass dort eine Park & Ride-Anlage entstehen könnte.

Für die SPD-Fraktion begrüßte Martina Schmück-Glock die jüngste Entwicklung im Bochumer Norden: „Letztlich ist dies ja ein Tor zur Stadt hin.“

Weiter vorangetrieben wird auch die Entwicklung entlang der Viktoriastraße. Hier wird nun auch sozusagen amtlich der Begriff „Viktoriaquartier“ übernommen. Um für die Zukunft die Chance auf Entwicklung und Ansiedlung von Kreativen zu fördern, soll über den Hebel des Bebauungsplan der Ansiedlung etwa von Vergnügungsstätten oder etwa Sexshops ein Riegel vorgeschoben werden.

Debattiert wird in diesem Zusammenhang auch über eine mögliche Umsiedlung der Drogenberatungsstelle und des Drogenkonsumraums der Krisenhilfe in der Viktoriastraße. Hier gab es, wie in dieser Zeitung berichtet, immer mal wieder Konflikte mit der Nachbarschaft. Dass in diesem Punkt Zündstoff steckt, zeigte ein verbaler Schlagabtausch zwischen Wolfgang Cordes (Grüne) und Roland Mitschke (CDU). Cordes sieht keinen Anlass, über einen neuen Standort der Krisenhilfe nachzudenken, während Mitschke sich keine Denkverbote auferlegen möchte.

 

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