Bochum

Mobile Sperren und mehr Personal: Stadt überarbeitet Sicherheitskonzept für Bochumer Weihnachtsmarkt

Am Tag nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am 19. Dezember 2016 wurden die Sicherheitsmaßnahmen auf dem Bochumer Weihnachtsmarkt erhöht. (Archivbild)
Am Tag nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am 19. Dezember 2016 wurden die Sicherheitsmaßnahmen auf dem Bochumer Weihnachtsmarkt erhöht. (Archivbild)
Foto: Ingot Otto / Funke Fotoservices
  • Der IS soll einen Anschlag auf den Essener Weihnachtsmarkt geplant haben
  • Das Sicherheitskonzept für den Bochumer Weihnachtsmarkt ändert sich deshalb nicht
  • Trotzdem wird es kleine Änderungen im Vergleich zum Vorjahr geben

Bochum. Die Festnahme eines mutmaßlichen IS-Terroristen bei einer Groß-Razzia am Dienstag in Essen weckte Erinnerungen an den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr. Nach derzeitigem Erkenntnisstand soll der IS einen weiteren Anschlag geplant haben - dieses Mal auf den Essener Weihnachtsmarkt (Informationen zum aktuellen Stand der Ermittlungen findest du hier).

Einen Tag vor der Öffnung der Weihnachtsmärkte im Revier sind die Behörden gewarnt. Das ändert allerdings nichts an den Sicherheitskonzepten für die Weihnachtsmärkte, weder in Essen noch in Bochum.

Kleinere Änderungen des Sicherheitskonzepts gegenüber dem Vorjahr

Nach Angaben von Peter van Dyk bleibe es im Wesentlichen bei den Maßnahmen des Vorjahrs, „denn es gehört zum Wesen von solchen Konzepten, dass man sich auf alle Eventualitäten vorbereiten muss“, so der Bochumer Stadtsprecher gegenüber DER WESTEN.

Im Vergleich zum Vorjahr werde es nur kleinere Änderungen geben. Die hätten laut van Dyk jedoch nichts mit der Razzia in Essen zu tun.

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Ausgedehnte mobile Fahrzeugsperren

Schon nach dem Lkw-Anschlag in Berlin hatte die Stadt Bochum reagiert und mobile Fahrsperren rund um den Bochumer Weihnachtsmarkt installiert. „Die wird es auch in diesem Jahr wieder an zentralen Punkten geben“, kündigt van Dyk an und weiter: „Wir dehnen die Sperren allerdings etwas aus und trennen den Weihnachtsmarkt vom öffentlichen Nahverkehr.“

Das heißt im Klartext: Überall da, wo Buden stehen, darf es keinen motorisierten Verkehr geben. Das gilt auch für Taxen und Busse. So müssen beispielsweise die Busse, die gewöhnlich entlang des Massenberg-Boulevards fahren, umgeleitet werden.

Etwas mehr Sicherheitspersonal

Außerdem werde der von der Stadt beauftragte Sicherheitsdienst mit mehr Personal vertreten sein. „Es war allerdings nicht notwendig die Einsatzkräfte gleich zu verdoppeln“, sagt van Dyk.

Alle Details des Sicherheitskonzepts kann und will der Stadtsprecher allerdings nicht veröffentlichen - zum Schutze der Bevölkerung. Schließlich soll das Konzept nicht ausrechenbar sein.

 
 

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