Mit badenden Aktmodels durch das Jahr

Darius kickt, die Nackte guckt. Foto aus dem Kalender "Mit einer Badewanne gegen die Wasserarmut".
Darius kickt, die Nackte guckt. Foto aus dem Kalender "Mit einer Badewanne gegen die Wasserarmut".
Foto: Kristian Liebrand
Fotograf Kristian Liebrand hat für einen guten Zweck einen Kalender in Bochum und Umgebung produziert. Er zeigt eine Badewanne nebst Badender an ungewöhnlichen Orten. Die Damen baden im Stadion, im Theater und sogar im Union-Kino.

Bochum.. Was macht die Badewanne im Stadion? Irritation ist erwünscht, sagt Kristian Liebrand, Aktfotograf aus Bocholt, der am Samstag, 8.11. einen Kalender vorstellt, dessen Erlös der Kindernothilfe Duisburg zukommt, die Brunnen in Äthiopien bauen. Die 13 Motive des Kalender wurden in Bochum und Umgebung geschossen, allesamt zeigen sie eine Badewanne von Villeroy & Boch, nebst weiblichem Nackedei in ungewöhnlichem Kontext.

Jedes Jahr arbeitet der Fotograf für einen guten Zweck. In diesem Jahr hat er eine große Bochumer Sanitär-Firma gewonnen, ein Charity-Projekt zu stemmen. Die Idee: Aktfotografie zu verbinden mit dem Thema „Wasser“. „Wir wollten einen Kontext schaffen, in dem der Betrachter stolpert und hängen bleibt, sich fragt, was ist hier Sinn und Zweck? Er soll über die Selbstverständlichkeit nachdenken, die hierzulande mit Wasser verbunden wird“, sagt Liebrand.

Besondere Orte ausgewählt

Und so wurden besondere Orte ausgewählt, an denen die Wanne und das barbusige Model platziert wurden: darunter nicht nur das VfL-Stadion, sondern auch das Schauspielhaus an der Königsallee mit Musikern der Bochumer Symphonikern, das altehrwürdige Union-Kino nebst Zuschauern, mit Popcorn und Softgetränken, ein Golfplatz, ein Friseur-Salon, eine Harley-Davidson-Werkstatt, der Mülheimer Flugplatz und ein Pferdestall. Echte Fotoshootings natürlich, keine billigen Photoshop-Konstrukte. Das bedeutete an der Castroper Straße im Stadion: Ex-Profi und Zaubermaus Darius Wosz lief in Trikot auf, Greenkeeper passten auf den Rasen auf und die immergleiche Wanne und das Tor mussten gut platziert werden.

Entstanden ist so ein großer Kalender, Auflage: 500 Stück, der mit 14 Blättern daherkommt. Zwölf Monatsmotive, ein Deckblatt und die Informationen zum afrikanischen Hilfsprojekt. Präsentiert wird er am Samstag, 8.11., ab 19.30 Uhr, im Rahmen einer aufwändigen, glamourösen Vernissage. Sie findet statt in der Halle der ehemaligen Firma Elspermann, Harpener Feld 26. Dort gibt es bei freiem Eintritt Live-Musik mit Schauspielhaus-„Musikdirektor“ Torsten Kindermann und den BoSy, dazu Kulinarisches. Die Motive werden dabei auf großen Wänden in recht gigantischen 14-Quadratmeter-Abzügen präsentiert; für „zu Hause“ wird der Kalender im Format Din A2 angeboten. Zu erwerben ist das delikate Charity-Objekt für die heimische Wand, das von den Beteiligten mit sehr viel zeitlichem Aufwand produziert wurde, am Abend auf verschiedene Weise.

 
 

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