Bochum

Messerstecherei in Recklinghausen: Opfer stritten sich wohl um Frau – dann kam der Angeklagte ins Spiel

Am Landgericht Bochum wurde ein versuchter Totschlag verhandelt.
Am Landgericht Bochum wurde ein versuchter Totschlag verhandelt.
Foto: Jürgen von Polier

Bochum. Am Landgericht Bochum läuft derzeit der Prozess gegen Theodor W. aus Recklinghausen. Am Freitag fand der zweite Verhandlungstag statt. W. ist wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung angeklagt.

Der 70-Jährige soll am 1. Januar gegen 1.30 Uhr in einem Treppenhaus in Recklinghausen mit zwei Männern in Streit geraten sein. Im Laufe des Streits soll er die Männer mit einem Küchenmesser verletzt haben.

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Am Freitag sagten zunächst die Opfer aus. Einer der Geschädigten ist Christian C.. Er sagte aus, dass er zuerst mit seinem Freund Sebastian in Streit geraten war. Grund dafür sei Jana, die Ex-Freundin seines Kumpels gewesen. Er teilte Sebastian an jenem Abend mit, dass er ebenfalls Interesse an Jana habe, die am Tatabend anwesend war.

Nach dem Streit mit seinem Freund soll Christian Sebastian und Jana verlassen haben. Er sagte aus, in seine Wohnung gegangen zu sein. Seine Freunde Sebastian und Jana gingen ihm später nach.

Erst dann erschien wohl der Angeklagte Theodor W. auf der Bildfläche.

Er habe Sebastian und Jana aggressiv daran hindern wollen, das Haus zu betreten, wie Zeuge Christian erklärt.

Vorher gab es viel Alkohol

Zuvor, so erklärten beide Zeugen übereinstimmend, floss viel Alkohol - als Grund dafür nannten sie den Jahreswechsel.

Christian C. sagte aus, dass der Angeklagte Alkohol generell nicht abgeneigt sei. Er behauptete im Zeugenstand, dass er im normalen Kontakt mit Theodor W. häufig Alkohol gerochen habe - außerdem will er mehrmals mitbekommen haben, wie Theodor W. seine Lebensgefährtin unter Alkoholeinfluss angebrüllt und beleidigt habe.

Theodor W. hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Wir berichten weiter.

 
 

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