Messerattacke - Acht Jugendliche sollen Bochumer angegriffen haben

Nach einer schweren Messerattacke im Bochumer Stadtteil Querenburg musste ein 35-jähriger Mann ins Krankenhaus eingeliefert werden. Er wurde durch zwei Stiche schwer verletzt. Tatmotiv soll ein Handy-Raub sein. Die Polizei hat eine Raubkommission eingesetzt.

Bochum. Ein 35-jährige Bochumer, der am Montag gegen 18.10 Uhr durch zwei Messerstiche in den Rücken verletzt worden ist, schwebt nach einer Not-OP nicht mehr - wie noch am Anfang - in Lebensgefahr. Die Täter sind aber weiterhin flüchtig. Die Kripo hat eine Raubkommission eingesetzt.

Das Verbrechen passierte im Bereich der Hufelandschule in Bochum-Querenburg. Nach bisherigen Erkenntnissen war das Opfer auf dem Heimweg von acht jungen Männern (geschätzt 18 bis 22) überfallen worden. Laut Polizei forderten sie von ihm, sein Handy herauszugeben. Er verweigerte dies aber - und wurde von den Räubern angegriffen und getreten. Als der 35-Jährige bereits am Boden lag, wurde ihm zweimal in den Rückenbereich gestochen. Mit dem Handy ihres Opfers, das sie einfach in der Blutlache liegen ließen, ergriff die Tätergruppe die Flucht.

Ermittlungen wegen Raubes und gefährlicher Körperverletzung

Fußgänger, die das Opfer sahen, alarmierten die Polizei. Rettungskräfte brachten den Verletzten ins Krankenhaus. Weitere Angaben - etwa zur Täterbeschreibung oder zur Tatwaffe - machte die Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen nicht. Die Ermittlungen laufen zurzeit wegen Raubes und gefährlicher Körperverletzung.

Stephanie Ihrler, Leiterin des „Weißen Ringes“, sagte am Dienstag auf Anfrage: „Wer Waffen bei sich trägt, setzt sie im Zweifel auch ein.“ Und: Wenn früher jemand am Boden gelegen habe, sei von ihm abgelassen worden. Heute werde auch dann die Gewalt oft fortgesetzt.

 
 

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