Merkel und Rösler besuchen Knappschaftsfeier auf Zollverein in Essen

Angela Merkel war Gast beim Festakt zum 750- jährigen Bestehen der Bundesknappschaft am Mittwoch auf der Zeche Zollverein in Essen.  Foto: Joachim Kleine-Büning.
Angela Merkel war Gast beim Festakt zum 750- jährigen Bestehen der Bundesknappschaft am Mittwoch auf der Zeche Zollverein in Essen. Foto: Joachim Kleine-Büning.
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Essen/Bochum.. Am Mittwoch feierte die Knappschaft Bahn See mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf der Zeche Zollverein in Essen ihr 750-jähriges Bestehen. Die Kanzlerin stimmte in das Loblied ein. "Wir sind stolz auf unsere Knappschaft", sagte sie.

Politisch hochkarätiger kann ein Festakt kaum besetzt sein: Im Beisein u.a. von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) krönte die Knappschaft am Mittwoch in Essen ihre Feiern zum 750-jährigen Bestehen.

3500 Beschäftigte

Es hätte auch das Bergbaumuseum oder die Jahrhunderthalle sein können. Immerhin ist Bochum - genauer: die Pieperstraße - Sitz der Hauptverwaltung der Knappschaft Bahn See mit rund 3500 Beschäftigten. Für ihr Jubiläum indes hatte sich die älteste deutsche Sozialversicherung das Weltkulturerbe Zeche Zollverein ausgesucht. Über 600 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kirche (mit Bischof Franz-Josef Overbeck) und Vertretern der Sozialversicherungsträger füllten das Casino auf Zollverein am Nachmittag bis auf den letzten Platz. Die Bochumer Farben vertraten u.a. die stellvertretende Bürgermeisterin Gabi Schäfer und der SPD-Bundestagsabgeordnete Axel Schäfer.

Großaufgebot der Polizei

Merkel und Rösler waren eigens aus Berlin eingeflogen worden (wohin sie unmittelbar nach dem Festakt auch wieder zurückkehrten). Entsprechend ausgeprägt waren die Sicherheitsvorkehrungen. Ein Großaufgebot der Polizei und etliche Security-Mitarbeiter waren zum Schutz der Polit-Prominenz aufgeboten.

Der Vorstandsvorsitzende der Knappschaft, Ulrich Freese, unterstrich die Bedeutung des Geburtstages: „Wir erinnern uns an die Grundbedingungen gesellschaftlichen und sozialen Lebens. In der Knappschaft haben soziale Sicherung und Krankheitsfürsorge ihren Keim. Die knappschaftliche Idee der Solidarität ist der Ursprung der Sozialversicherung.“ Beitragsbezogenheit und Selbstverwaltung seien weitere wichtige Pfeiler, für die die Knappschaft die Fundamente gelegt habe. „Der heutige Sozialstaat Deutschland“, so Ulrich Freese, „wäre ohne die Knappschaft nicht denkbar gewesen.“

Merkel stimmte in Loblied ein

Die Kanzlerin stimmte in das Loblied ein. Die Knappschaft könne nicht nur auf eine reiche, bis in die heutige Zeit tragende Tradition der Sozialversicherung verweisen. Mit 1,7 Millionen Mitgliedern und einem dichten medizinischen Netz sei sie längst auch eine moderne, leistungsfähige Krankenversicherung mit einem effizienten Verbundsystem. „Die Werte von einst gelten noch immer. Wir sind stolz auf unsere Knappschaft“, betonte die Kanzlerin und rief dazu auf, die sozialen Sicherungssysteme verstärkt im Schulunterricht zu behandeln.

Dass die altehrwürdige Knappschaft auch im Hier und Jetzt funktioniere, machte Angela Merkel an der Mini-Job-Zentrale fest, die der Bochumer Hauptverwaltung seit 2003 angegliedert ist und 6,8 Millionen Beschäftigte betreut. „Es hat hier immer alles geklappt. Mal schauen, was wir sonst noch so an Aufgaben für Sie haben...“

 
 

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