Mehr als 1000 Bochumer melden sich wegen falscher Wahlzettel

Mächtig viel zu tun gab es auch in dieser Woche noch im Wahlbüro im Technischen Rathaus der Stadt Bochum. Für Irritiationen hatten zwischendurch einige falsch versendeten Briefwahlzettel gesorgt.
Mächtig viel zu tun gab es auch in dieser Woche noch im Wahlbüro im Technischen Rathaus der Stadt Bochum. Für Irritiationen hatten zwischendurch einige falsch versendeten Briefwahlzettel gesorgt.
Foto: Dietmar Wäsche / WAZ Fotopool
Jetzt haben sich schon rund 1100 Bürger beim Bochumer Wahlamt gemeldet. Viele Bürger sind verunsichert, ob ihre Briefwahlunterlagen korrekt sind. Bereits Anfang der Woche hatte die Verwaltung Fehler eingeräumt, mindestens 168 falsche Wahlzettel gingen raus. OB Ottilie Scholz kündigt Konsequenzen an.

Bochum. 1100 Bürger haben sich beim Wahlamt gemeldet, nachdem die Verwaltung Anfang der Woche Fehler beim Verschicken von Briefwahlunterlagen eingeräumt hatte. Eine unbekannte Anzahl von Personen des Wahlkreises Bochum I (140) hatte Wahlzettel des Wahlkreises Herne-Bochum II (141) erhalten.

Klar ist bislang, dass der falsche Wahlzettel an 87 Personen ging, die noch nicht gewählt hatten. Sie erhielten ebenso neue Unterlagen wie 81 Wähler, die ihren falschen und nun für ungültig erklärten Wahlzettel bereits zurückgeschickt hatten. Insgesamt also 168 „Irrläufer“.

Weitere Konsequenzen angekündigt

Während die Stadt bereits ihren Personalaufwand für die Bearbeitung der Briefwahlunterlagen ausgedehnt hat, kündigt Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz (SPD) in einem Brief an SPD-Bundestagskandidat Axel Schäfer weitere Konsequenzen an: „Für die Zukunft werden wir durch organisatorische Maßnahmen sicherstellen, dass die Zusammenstellung der Briefwahlunterlagen für verschiedene Wahlkreise deutlich getrennt vorgenommen wird, um jede Verwechslung auszuschließen.“

Schäfer hatte zuvor moniert, dass die der Stadt bereits am 11. September bekannt gewordene Panne erst am 16. öffentlich gemacht worden war. „Dass Parteien und Kandidaten nicht sofort informiert wurden, ist nicht nachzuvollziehen.“

 
 

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