Mega! Mega! und bellende Fans - Der Freitag bei Bochum Total

Super Stimmung bei super Wetter: Bochum Total 2013 im Bermudadreieck.
Super Stimmung bei super Wetter: Bochum Total 2013 im Bermudadreieck.
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
Let’s rock again! Nach dem grandiosen Start am Donnerstag hat Bochum Total am Freitag noch einen oben drauf gesetzt: Rund 150.000 Fans feierten Mega! Mega!, Blackmail, Phrasenmäher und viele andere Acts. Wer die Menge zum Klatschen, Tanzen, Springen - und Bellen brachte, steht in unserer Chronik.

Bochum. 22.29 Uhr: Nachdem auf den Outdoor-Bühnen Schicht für heute ist, geht es nun in der Rotunde auf der Coolibri-Stage weiter. "Bei Love A wird es pickepackevoll", prophezeit Coolibri-Chefredakteur Michael Blatt. Und dank der anschließenden Trainwrecked-Party wird es eine lange Nacht werden in Bochum. Wir aber beenden an dieser Stelle unseren Liveticker und wünschen viel Spaß beim Nachlesen.

22.12 Uhr: Der Freitag bei Bochum Total setzt nochmal einen oben drauf: 150.000 Zuschauer! "Und das Grandiose ist", berichtet Festivalsprecher Björn Büttner, "noch immer kann die Polizei keinerlei negative Vorkommnisse verzeichnen." Ein ausdrückliches Lob verteilt die Einsatzleitung an die Zuschauer, die sich "vorbildlich" verhalten. Vom Glaschaos der früheren Jahre ist absolut nichts zu sehen. "Es ist perfekt", schwärmt Büttner. "Zwei tolle Tage, tolles Wetter, tolle Bands und tolle Zuschauer. Wir sind restlos zufrieden." Und auch die Technik auf den Bühnen hat sich gefangen - alle Bands konnten ihre Auftritte ohne Komplikationen absolvieren.

21.44 Uhr: Mit Seemannsgarn und anderen Halbwahrheiten begeistern Phrasenmäher als Headliner auf der 1Live-Bühne. "Verriegelt die Tür, der Sommer kommt", skandieren die Spaßmacher. Großer Jubel, als die Band Herbert Grönemeyers "Bochum" in "Bochum - Stadt der Veränderung" umdichtet. Wer nichts sieht, versucht auf Stromkästen und die nahegelegene Bushaltestelle zu klettern. Und beneidet sicherlich die Anwohner, die das Konzert einfach vom Fenster aus erleben.

21.31 Uhr: Monster-Alarm an der Ringbühne. Aber zum Glück nur in Form von Liedermachern. Die Monsters of Liedermaching singen von Bier, Hartz IV und Sorgen des Alltags. Die Menge wird zur Choreographie aufgefordert und lässt sich nicht lange bitten. Hände hoch am Südring!

21.22 Uhr: Inzwischen ist die City rappelvoll, es ist kaum noch ein Durchkommen möglich. Trotz des Gedrängels ist die Stimmung super. „So etwas gibt’s nur bei euch im Pott“, schwärmt etwa Sven Gutreich (25), der schon am Mittwoch aus Stuttgart angereist ist und nur eines im Sinn hat: "Party machen!“ Ein Ziel, das erreicht werden sollte.

20.56 Uhr: Die Massen schieben sich mittlerweile durch die Bochumer Innenstadt. Die Biergärten sind voll und überall wird inzwischen mitgewippt - denn auch in zahlreichen Kneipen des Bermudadreiecks hat das Offstage-Programm begonnen. Auf der Sparkassen-Bühne fordert Soulsängerin Saint Lu zum Mitsingen auf.

20.50 Uhr: Ein Double-Gewinner bei Bochum Total. Nach dem Science Slam bei der Extraschicht hat Reinhard Remfort nun auch den Titel auf der Wortschatzbühne eingetütet. Auf unterhaltsame Weise machte der Physiker von der Uni Duisburg-Essen das vermeintlich trockene Thema "Dienliche Defekte bei Edelsteinen" lebendig. Als Zugabe erklärte er dem Publikum ratzfatz eben mal die Quantentheorie.

20.41 Uhr: Ein Zeppelin schwebt übers Gelände. Bei dem Andrang muss Bochum Total von da oben wie ein bunter, rockender Ameisenhaufen aussehen.

20.31 Uhr: Nicht nur die Bands wollen durch ihre Auftritte bei Bochum Total bekannter werden. Actiongeladenen Mix aus Tanz- und Kampfsport zeigt die Gruppe von Capoeira Biriba Brasil mitten auf der Kortumstraße.

20.02 Uhr: Blackmail-Sänger Mathias Reetz beweist seinen Koblenzer Bandkollegen gerade an der Ringbühne, wie laut Bochum sein kann und lässt das Publikum schreien. Reetz kommt nämlich ursprünglich aus Hattingen. Hier nicken die Köpfe, hier treiben die Drums, hier kreischen die Gitarren bei einer von Deutschlands erfolgreichsten Alternative-Bands. Youthkills machen derweil auf der 1Live-Bühne kein großes Geheimnis daraus, welche Musikdekade sie entscheidend geprägt hat. Synthies, Bombast & Hymnen: Das ist sowas von 80s.

19.55 Uhr: Trickdiebe bei Bochum Total! Vier Mädchen lenken die Zuschauer mit süßem Lächeln und samtigen Stimmen ab - und schwupps is es geschehen. Tengo Hambre Pero No Tengo Dinero klauen an der Sparkassenbühne! Und zwar jede Menge Applaus für ihren souligen Rock.

Band wünscht sich acht paar schwarze Socken im Backstagebereich 

19.49 Uhr: Kuriositäten aus der "Welt der Stars" verrät Bühnenmanager Daniel Büxenstein: So erhielt er heute die Bitte einer Band, für genügend Handtücher und acht paar schwarze Socken (!) im Backstagebereich zu sorgen. Um welche Musiker es sich handelt, bleibt geheim. Nur so viel: Die Schwarzen-Socken-Liebhaber stehen am Sonntag auf der Bühne...

19.26 Uhr: Achtung, Bildung! Heute nutzt die Wortschatz-Bühne die Spielpausen der anderen Bands, um Science zu slammen. Im Stile eines Poetry-Slams vermitteln die Auftretenden dem gerade zahlreich erschienenen Publikum auf witzige und unterhaltsame Art und Weise Wissen. Haben wir wieder was gelernt, Bochum Total!

18.56 Uhr: Was soll denn das?! Dunkle Wolken über dem Bermudadreieck, die Sonne verschwindet! Es wird ja wohl nicht regnen? Das wäre mega mega blöd. Mega! Mega! hingegen machen mächtig Alarm auf der 1Live-Bühne. Genau davon singen die Jungs auch gerade. "Wenn hier die Bude brennt..." Und das tut sie! Derweil ist auf der Ringbühne Zeit für Urgesteine. Gab es eigentlich schon mal ein Jahr, auf dem Hartmann nicht bei Bochum Total gerockt haben? Die Bochumer Lokalhelden spielen Deutschrock mit Ruhrpottcharme und ein Großteil des Publikums dürfte es nicht weit gehabt haben.

18.44 Uhr: Da haben die Schlingel von Liedfett doch tatsächlich 'ne Buddel Wein auf die Sparkassenbühne des eigentlichen glasfreien Bochum Totals geschmuggelt. Und auch in ihren akustikpunkigen Liedern wird dem Alkohol gehuldigt. Die Leute grinsen und lassen sich zum Springen, Tanzen, Klatschen, Anstoßen - und sogar Bellen hinreißen.

18.32 Uhr: Die vier Mädels von Tengo Hambre Pero No Tengo Dinero (übersetzt: Ich habe Hunger, aber kein Geld) trinken eine Stunde vor ihrem Auftritt auf der Sparkassenbühne noch ein kühles Fiege gegen die Nervosität.