Mathe ist der Knackpunkt

Mathe ist oft der Knackpunkt: Viele werfen in den Natur- oder Ingenieurswissenschaften deswegen früh das Handtuch - oder andersherum: Wer Mathe schafft, schafft auch den Rest. Die Bochumer Mathematik-Fakultät hat mit ihrem Projekt „MP^2“ ein Programm entwickelt, das angehenden Ingenieuren und Naturwissenschaftlern den Einstieg erleichtern soll. Ihre Erfahrungen wollen die Bochumer Mathematiker jetzt für andere Hochschulen aufbereiten und übertragbar machen.

Mit diesem Projekt wurden sie in das Kolleg 2013 des Bündnis „Lehre^n“ aufgenommen. Dieses Kolleg, dem u.a. die TU Berlin und die TU Wien angehören, dient dem Austausch zwischen Fakultäten, die sich für die Weiterentwicklung von Lehre im Fach Mathematik engagieren.

Das Projekt „MP^2“ und seine Teilprojekte MathePlus und MathePraxis haben sich in den vergangenen drei Jahren als erfolgreich gegen den frühen Studienabbruch erwiesen. Studienanfänger erhalten im Programm MathePlus eine strukturierte Begleitung. Studierende, deren Motivation und Leistungsbereitschaft abnimmt, weil für sie der Anwendungsbezug nicht sichtbar ist, bekommen im Programm MathePraxis die Möglichkeit, Praxisfragen aus dem Ingenieurwesen zu lösen.

Beide Teilprojekte wurden in der Konzeptionsphase auf Studierende in Maschinenbau, Bauingenieurwesen und Umwelttechnik zugeschnitten.

Im Rahmen von „Lehre^n“ sollen die Maßnahmen von „MP^2“ weiterentwickelt und anderen Hochschulen systematisch Material für die Planung und Durchführung ähnlicher Projekte zur Verfügung gestellt werden.

„In Kooperation mit anderen Hochschulen wird die genaue Evaluierung der Elemente von MathePlus auf eine breitere Basis gestellt, und die verhältnismäßig personalintensive Entwicklung neuer Praxisprojekte kann mit Hilfe von Partnern durchgeführt werden“, so Dr. Jörg Härterich vom Projektteam. Ziel könne hier eine Sammlung von „Best-practice“-Beispielen aus verschiedenen Disziplinen sein.