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Marcel-Heße-Prozess: „Er sagt, er könne kein Blut sehen“ – JVA-Arzt verrät verwirrende Aussage, auch Heßes Frisur schockiert

Marcel-Heße-Prozess: „Er sagt, er könne kein Blut sehen“ – JVA-Arzt verrät verwirrende Aussage, auch Heßes Frisur schockiert

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Marcel Heße erschien am Montag mit der Frisur, die er zur Tatzeit trug. Foto: DER WESTEN/ Matthias Biesel/ dpa
  • Marcel-Heße-Prozess am Bochumer Landgericht
  • Doppelmörder überrascht mit neuer Frisur
  • JVA-Arzt verrät verwirrende Aussage Heßes

Bochum. 

Gleich zwei dicke Überraschung hielt der Prozess um Marcel Heße am Montag bereit.

Zum einen Heßes Erscheinungsbild: Er trägt die Haare wieder millimeterkurz geschoren. Genau mit dieser Frisur ermordete er in Herne den kleinen Jaden (9) und Christopher (22). Das Fahndungsfoto ging später um die Welt.

Wie die Bild berichtet, sorgt ein weitere Aussage Heßes gegenüber dem Anstaltsarzt für Stirnrunzeln. „Herr Heße ist bei einer Blutentnahme kollabiert. Und die Bemerkung hat mich sehr irritiert: Er sagte, er könne kein Blut sehen“, so der Mediziner.

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Psychiater: „Das ist ein Monster“

Bisher schwieg der 20-Jährige vor Gericht. Auch im Gefängnis zeige er keine Gefühlsregungen, erzählt der Arzt. „Das ist ein Monster“, dies soll laut ein Psychiater zu Heßes ruhigem Verhalten geäußert haben.

Der JVA-Arzt berichtet weiter über die Auswertung der Blutwerte. Hier seien keine Anomalitäten erkennbar gewesen. Alleine Heßes schmächtige Figur sei auffallend: Ende November habe er bei einer Untersuchung nur 58 Kilogramm gewogen – und das bei einer Körpergröße von 1,77 Metern.