Linke kritisiert Kambouri und Polizeichefin

Sinan Sat

Seit Wochen erntet die Polizistin Tania Kambouri viel Kritik auf der einen und Lob auf der anderen Seite für ihre Thesen, vor allem junge muslimische Männer hätten keinen Respekt vor der Polizei, würden häufig Gewalt gegen Beamte anwenden und das BKA könnte Zahlen zur Flüchtlingskriminalität fälschen, weil sie politisch nicht gewollt seien.

Der Kreissprecher der Linken Amid Rabieh fordert nun Polizeipräsidentin Kerstin Wittmeier zum Handeln auf. Die „kulturrassistischen Äußerungen“ in Kambouris Buch „Deutschland im Blaulicht: Notruf einer Polizistin“ seien nach Rabiehs Ansicht keineswegs reine Privatsache. Nicht zuletzt, weil Kambouri für das Titelbild ihres Buches in Dienstuniform posiert, sei es für die Linke unverständlich, dass die Polizeipräsidentin, „Kambouris Äußerungen als reine Privatsache tituliert“.

Ein Polizeisprecher verwies angesichts der Kritik der Linken erneut auf die seit Wochen durch die Behörde zu dem Thema geäußerte Antwort. Kambouri habe ihr Buch als Privatperson geschrieben. Die Aussagen würden lediglich „ihre persönlichen Ansichten repräsentieren“.