Sternsinger im Großeinsatz

Foto: WAZ
Bis zum ersten Auszählen kamen in Liebfrauen schon 10 000 und in St. Engelbert 5 100 Euro zusammen

Linden-Dahlhausen..  Drei Tage waren insgesamt 128 Sternsingerinnen und Sternsinger mit ihren Begleitern in der Liebfrauengemeinde Linden und in St. Engelbert Dahlhausen unterwegs, um die Segenswünsche für das neue Jahr in die Familien zu tragen.

Es waren die Messdienerinnen und Messdiener, die Erstkommunionkinder, Pfadfinder und die Kinder der Köllerholzschule, die sich auf den Weg machten. Sie trotzten dabei von Donnerstag bis Sonntag dem Regen und Wind. Sie erreichten mit ihren 32 Gruppen, die aus den Heiligen Drei Königen und dem Sternträger bestanden, die meisten Familien in den Gemeinden.

Fast überall gab es eine freundliche Einladung ins Wohnzimmer, wo zunächst das Sternsingerlied in vielen Familien vor dem Weihnachtsbaum erklang. Besondere Freude bereitete man mit dem Besuch den Seniorinnen und Senioren im Rosalie-Adler-Zentrum und den Kranken im St. Josefs-Hospital.

Mit viel Überzeugungskraft trugen sie das besondere Anliegen der diesjährigen Sternsingeraktion vor. Es ging um die materielle und geistige Not der Kinder in Nigeria. In einem besonderen Film hatten sie sich vorher mit dem Thema vertraut gemacht. Mit der Aktion „Klopft an Türen, pocht auf Rechte“ sollen die Kinder in diesem Land stark und selbstbewusst gemacht werden, um sich gegen die Gewalt zu wehren, soziale Rechte für die Schwachen und eine gezielte schulische Bildung anzustreben. Die Sternträger mit ihrem pochenden Stab setzten bei den Besuchen diesmal diesen Akzent.

Der Besuch und Auftritt der Sternsinger fand überall Gehör. Nicht nur katholische Familien wurden besucht. Sie drückten an den Häusern auf jede Klingel und fanden überall freundliche Aufnahme. Die besuchten Familien und Einzelpersonen – und hier vor allem die älteren – waren vorher schon in ausführlicher Berichterstattung in den Medien mit dem Thema vertraut gemacht worden.

In den Festmessen am Sonntag stand in Linden das Schicksal eines nigerianischen Jungen im Mittelpunkt, über dessen körperliche Misshandlungen und psychischen Unterdrückungen berichtetet wurde. Die Zuhörer spürten, wie ernsthaft und bestimmt die Sternsinger diesem Jahr hinter dem Anliegen standen. Natürlich fehlte der alten Tradition folgend auch diesmal der Beutel nicht, der neben der Geldspende auch wieder die süßen Sachen aufnahm. Und zum Abschied gab es dann auch wieder den bekannten Segensspruch an den Türen: „20* C + M + B * 12“, auf dass Christus das Haus und seine Bewohner segnen möge.

Der Einsatz der Sternsinger wurde reichlich belohnt. Schon am Samstag hatte man 7 000 Euro in den Sammelbüchsen. Und am Sonntag waren es dann insgesamt 15 100 Euro. 10 000 Euro waren bis Sonntag in Liebfrauen und 5 100 Euro in St. Engelbert zusammen gekommen. Eine tolle Summe, die in der Kollektenhierarchie nur noch von Adveniat übertroffen wird.

Aber noch war das nicht das Ende der Aktion. Am Montag und Dienstag wurden besondere Besuche nachgeholt. Warum das Auszählen so schnell ging war erstaunlich und einleuchtend zu beantworten: „Scheine kann man schneller zählen als Münzen.“

 
 

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