LDKC steigt aus Ruhrregatta aus

Dahlhausen. Konkurrierende Veranstaltungen, weniger Interesse bei Sponsoren: Der Linden-Dahlhauser Kanu-Club hat auf der Jahreshauptversammlung beschlossen, sich aus der Traditionsveranstaltung zurückzuziehen.

Der Wind fegte durch die Wipfel der Bäume an der Ruhrmühle und direkt nebenan, im Vereinsheim des Linden-Dahlhauser Kanu-Klubs entbrannte auf der Jahreshauptversammlung eine stürmische Diskussion um die Beteiligung bei der internationalen Ruhrregatta auf dem Kemnader Stausee.

Immer schwieriger wurden in den letzten Jahren die Bedingungen auf dem Stausee nicht allein durch das rasante Algenwachstum, die die Bootsrennen stark beeinträchtigte. Das sinkende Interesse bei Sponsoren und einige konkurrierende Veranstaltungen schwächten zudem die Attraktivität der internationalen Veranstaltung, die einst in Dahlhausen ihren Ursprung fand und Top-Kanuten aus der ganzen Welt nach Bochum zog.

Nun entschieden die Mitglieder des LDKC, sich nicht mehr aktiv an Organisation und Durchführung der Regatta zu beteiligen. Der immense Arbeitseinsatz ist neben Job, Familie, Training und Vereinsleben nicht mehr zu bewältigen, lautete der Tenor auf der Jahreshauptversammlung. Allein die Jugend schaut mit ihren Gegenstimmen der Absage traurig hinterher.

Für sie und das steigende Potential gerade in der Drachenbootsparte denkt der Verein zur Zukunftssicherung über einen Ankauf des Vereinsgeländes nach. Allein zwei Drachenbootteams haben sich inzwischen für die hervorragenden Trainingsbedingungen in Dahlhausen entschieden und sind als Team dem Linden-Dahlhauser Kanu-Club beigetreten. Mit weiteren Interessenten erhofft sich der Vorsitzende Ralf Höfgen, dass der Standort an der Ruhr sich bald zum Drachenbootzentrum entwickelt. Schon am 18. und 19. September können sich Drachenbootfans ein Bild davon machen.

Nach dem Auftakt der Drachenbootregatta „Der Pott brennt” im vergangenen Jahr werden die Wettläufe der Giganten wegen der hohen Beteiligung im Spätsommer auf zwei Tage verteilt. Um auch den Schülermannschaften mehr Aufmerksamkeit zu widmen, sollen die Läufe auf den zweiten Tag des Sommerfests verlegt werden, wodurch sich das „Elefantenrennen“ der Freizeit und Funteams auf einen Tag reduziert, so Organisator Jürgen Kerpen. Er tritt nach den Neuwahlen als Trainer der Drachenbootmannschaft die Nachfolge von Josef Pepinghege an.

Ralf Höfgen an der Spitze hat Brigitte Stuckmann und Martin Widrinna als Stellvertreter. Die Geschäfte führen Karin Montag mit Stellvertreterin Petra Fehrholz. Kassierer Wolfgang Küsters erhielt Unterstützung durch Hannes Feldmann. Sportwart ist Klaus Jansen, die Belange der Jugend vertreten Jan Dierig und Markus Falkenstein. Pressearbeit machen Uwe Martini und Torsten Steiner. Um die Organisation von Veranstaltungen wird sich seine Frau Bettina Steiner kümmern.