XXL-Zentrum für Haus und Garten

Foto: WAZ
An der Hauptstraße mussten die alten Opel-Wohnheime einem riesigen Hagebaumarkt weichen. Bau ist in vollem Gange.

Langendreer.. Der neue Hagebaumarkt Ziesak wirft seine Schatten voraus – aber die alten Opel-Wohnheime, die auf dem fast 80 000 Quadratmeter großen Gelände an der Hauptstraße einmal standen, sind Geschichte und werfen nun keine Schatten mehr: Der Abbruch-Beton ist schon fast komplett zu Schotter verarbeitet, und das restliche Material fein säuberlich getrennt von der Gütersloher Firma Hagedorn der Wiederverwertung zugeführt.

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, schrieb einst Hermann Hesse. Jedem Ende aber offenkundig auch, denn in den letzten Wochen besuchten Scharen von Fotografen das große Areal an der Hauptstraße, um die umfangreichen Abbrucharbeiten zu dokumentieren. Fritz Ziesak, der seinen Betrieb deutlich vergrößern möchte, will deshalb an der Hauptstraße, gegenüber dem Opel-Werk einen neuen Bau- und Gartenfachmarkt errichten.

„Wir waren bisher immer gut beraten“, sagt Ziesak, „wenn wir einen Sprung nach vorn gemacht und uns vergrößert haben.“ Dass einer Vergrößerung und einem Neubau natürlich ein Risiko innewohnt, ist dem Unternehmer bewusst, zumal er mit seinem Projekt schon weit fortgeschritten ist: Der Theorie am Reißbrett hat er bereits Taten folgen lassen, die das Grundstück schon stark verändert haben. Zwei Gebäude sind gefallen, Holz, Stahl und anderes Material sind recycelt.

Was dem Bauherren aktuell Sorgen bereitet, ist vor allem der noch nicht rechtskräftige Bebauungsplan. „Ohne den bekomme ich keine Baugenehmigung“, erklärt Ziesak. Die Verlegung der Gasleitung vom Rande des Grundstücks weg ist eine der Maßnahmen, die aktuell durchgeführt werden können. Auch die von der alten Zeche Bruchstraße noch vorhandenen Stollen und Schächte werden in den nächsten Tagen verfüllt.

Wichtig wäre aber, möglichst schnell mit dem Erdmassen-Management beginnen zu können. „Ich muss bis Ende des Jahres die Erschließungsstraße für das Grundstück bauen“, sagt Ziesak. „Im Vertrag mit Opel habe ich mich dazu verpflichtet, dies bis Ende 2012 zu erledigen.“ Für diese Straße liegt eine Teilbaugenehmigung vor. „Wenn ich aber keine Genehmigung für die Erdbewegungen erhalte, werde ich die Straße auf einem Damm bauen müssen“, klagt der Unternehmer, der in den kommenden Tagen in Dringlichkeitsgespräche mit der Bochumer Politik eintreten wird. Bezirksbürgermeister Norbert Busche (SPD) ist einer seiner ersten Gesprächspartner.

Auf dem (von der Straße aus gesehen) rechten Teil des Riesengrundstücks ist der Baumarkt mit einem Baustoff-Drive In und einem Gartenmarkt. geplant. Die üblichen, sogenannten „zentrenrelevanten Sortimente“ wie Aquaristik, Zoobedarf und Tiernahrung könnten dort ebenfalls angeboten werden. Entlang der noch zu bauenden Straße werden wieder Parkplätze entstehen für die Kunden des neuen Zentrums, das einem in den letzten Jahren eher schmuddeligen Bereich neuen Glanz verleihen könnte.

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