Weihnachtssingen erstmals in der Krankenhaus-Kapelle

Gut gefüllt ist die Kapelle des St.-Elisabeth-Hospitals an der Bleichstraße beim Offenen Weihnachtssingen. Auch einige Patienten sind erschienen, um mit einzustimmen.
Gut gefüllt ist die Kapelle des St.-Elisabeth-Hospitals an der Bleichstraße beim Offenen Weihnachtssingen. Auch einige Patienten sind erschienen, um mit einzustimmen.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Bisher fand das Weihnachtssingen der Gemeinde St. Peter und Paul stets in der Propsteikirche statt. Dieses Jahr zog man ins benachbarte Krankenhaus um.

Mitte..  Für die meisten von uns ist das Thema Weihnachten erledigt. Der Urlaub ist vorbei, die Geschenke sind längst umgetauscht, Tannenbäume werden entsorgt und die Wohnungen wieder „entschmückt“. Für treue Kirchgänger hingegen ist die Weihnachtszeit frühestens mit 6. Januar beendet. Und so verwundert es auch nicht, dass die Gemeinde St. Peter und Paul gestern noch zum Offenen Weihnachtssingen einlud.

Allerdings nicht – wie sonst üblich – in die Propsteikirche, sondern erstmals in die Kapelle des benachbarten St. Elisabeth-Hospitals. Der Gedanke „umzuziehen“ entstand im letzten Jahr, als das große Gotteshaus beim Weihnachtssingen – mal wieder – höchstens zur Hälfte gefüllt war. Beate Götte, Vorsitzende des Pfarreichores und Organisatorin, brachte das Ganze ins Rollen, wurde beim Krankenhaus-Seelsorger Bernhard Zielonka vorstellig und stieß auf offene Ohren.

„Eine tolle Idee“, findet Zielonka. „Unsere Kapelle ist ein besonderer Raum und wir freuen uns, wenn er genutzt wird.“ Für den 52-Jährigen bietet sich diese Kooperation förmlich an: „Wir sind ja auch ein katholisches Krankenhaus und fühlen uns allein von der räumlichen Nähe schon sehr verbunden mit der Gemeinde.“

Auch der soziale Gedanke spielt eine wichtige Rolle

Während Beate Götte das Weihnachtssingen vorbereitet und Liedtexte auf die Bänke legt, füllt sich die Kapelle allmählich. Am Ende wird auch sie nicht voll besetzt sein. Aber aller Anfang ist schwer. „Ich denke, wir werden es weiter versuchen“, sagt die 58-Jährige, für die auch der soziale Gedanke eine ganz wichtige Rolle spielt: „Uns ist wichtig, die kranken Menschen mitzunehmen.“ Diesen Aspekt hebt auch Bernhard Zielonka hervor: „Für diejenigen, die die Feiertage und den Jahreswechsel im Krankenhaus verbringen mussten, ist dieses Weihnachtssingen ein sehr schönes Angebot.“

Und eines, das angenommen wird. Kurz vor Beginn werden zwei Patientinnen im Rollstuhl in die Kapelle geschoben; sie schnappen sich die Liedtexte und stimmen mit ein: „Kommet, ihr Hirten.“ An der Orgel sitzt Elke Knickmann und begleitet die singende Schar. Der Propsteichor sei ganz bewusst nicht dabei, verrät Beate Gödde. „Die Leute sollen selber singen.“ Sie selbst schreitet lediglich immer wieder zum Mikrofon, kündigt die einzelnen Weihnachtslieder an. Dr. Maria Petermeier, bis vor viereinhalb Jahren noch Pfarreichor-Vorsitzende, liest zwischen den Liedern besinnliche Texte. Zuletzt erklingt „Stille Nacht, heilige Nacht“. Das Finale einer besinnlichen Gesangsstunde.

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