Weihnachtsmarkt für guten Zweck

Lia Christine hat auf dem Karussell auf dem Werner Weihnachtsmarkt ihren Spaß; Edgar Fischer (r.) passt auf sein Enkelkind auf.
Lia Christine hat auf dem Karussell auf dem Werner Weihnachtsmarkt ihren Spaß; Edgar Fischer (r.) passt auf sein Enkelkind auf.
Foto: Foto:Dietmar Wäsche
Werner Treff organisiert Adventsmarkt auf Supermarkt-Parkplatz. 15 Stände mit viel Handwerk. Erlös fließt in die Tschernobyl-Kinderhilfe

Werne..  Klein, aber fein: So präsentierte sich der Weihnachtsmarkt des Werner Treffs auf dem Parkplatz von Rewe Mert. Zahlreiche Besucher kamen und feierten zwischen den 15 Ständen bei kaltem, aber trockenem Wetter.

„Gut gelungen“, lautete die Bilanz der drei diesjährigen Organisatorinnen Annemarie Seifert, Christiane Kutz und Sabine Kuschmierz. Sie stellten jedoch fest: richtig rund ging es vor der Bühne, deren Technik der Ludwig-Steil-Haus-Verein beisteuerte, erst in den frühen Abendstunden. „Vorher war es ein stetes Kommen und Gehen“, so Sabine Kuschmierz vom Knappenverein „Glück Auf Bochum-Werne 1884“. Sie war zum ersten Mal mit von der Partie.

Band „Just-4-Fun“ bot Mix aus Popsongs und Gospelhits

Vom Andrang profitierte beim Bühnenprogramm vor allem die Band „Just-4-Fun“. Mit einem gelungenen Mix bekannter Popsongs sowie Gospelhits traten sie auf. Der Posaunenchor des CVJM, der den Markt eröffnete, sowie der MGV „Cäcilia 1900“ spielten und sangen eher vor einem Stammpublikum. Die Tanzgruppe der Kreyenfeld-Schule musste für den abendlichen Lichtertanz kurzfristig absagen; die Leiterin war erkrankt.

An den Ständen war die Stimmung geteilt. July (12), die zusammen mit Angelina und Mary einen Flohmarktstand hatte, war sehr zufrieden. „Unsere selbst geknüpften Freundschaftsbänder waren sehr beliebt“, erklärte sie. Der schönste Augenblick war für July, als „Just-4-Fun“ auftrat. „Schöne Musik“, meinte July.

Auf mehr Interesse an ihren selbst hergestellten Deko-Artikeln, Geschenken und Marmeladen hatte Catrin Hein gehofft. „Ist schon okay“, so ihr Fazit, obwohl sie mit 120 Marmeladensorten gekommen war. Den Markt selbst empfand sie als schöne Einstimmung auf die Adventszeit. Mehr Zulauf wünschte sich auch das Schülerunternehmen der Willi-Brandt-Gesamtschule. Die Schüler der 10. Klasse boten selbst gefertigte Kerzenständer aus Holz an. Maurice (17): „Wir hatten mit mehr Marktbesuchern gerechnet.“

Markt auch als Treffpunkt unter den Besuchern beliebt

Das Essensangebot hingegen kam bei den Marktbesuchern gut an. „Unser Wildschweingulasch lief hervorragend“, so die Kyffhäuser. Beim Fanfarenkorps Dortmund-West 1971 waren die Reibeplätzchen bald ausverkauft.

Die Besucher waren zufrieden. „Hier ist es gemütlich“, meinte Brigitte Leiendecker am Abend. „Ich treffe immer Freunde und Bekannte. Die Organisatoren geben sich viel Mühe.“

„Wichtig ist für mich, dass der Erlös für einen sozialen Zweck ist“, erklärte Freundin Grazyna Plessa mit Blick auf die Tschernobyl-Kinderhilfe. Sie hofft, dass es den Markt sowie das soziale Engagement der Werner Vereine und Geschäftsleute noch lange gibt. „Ich finde es toll, dass Rewe Mert einen Tag lang auf den Parkplatz und damit auf Kunden verzichtet.“

Erlös geht an die Tscherbobyl-Kinderhilfe

Die Gänseverlosung zugunsten der Tschernobyl-Kinderhilfe kam auch in diesem Jahr wieder sehr gut an. Zahlreiche Besucher drängten sich dafür gleich zweimal am Nachmittag an die Bühne, um eines der Lose zu ergattern.

Im nächsten Sommer, ab 14. Juli, kommen wieder zwölf Kinder aus Weißrussland zu Besuch nach Bochum. Der Verein sucht Gasteltern, Spender und Sponsoren für das Programm. Kontakt: Bernhard Gabriel (Tel. 236541) und Paul Lieber (Tel. 853179).

 
 

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