Von der Komik des Elternseins

abine Bode sorgte im Bahnhof Langendreerfür einen unterhaltsamen Abend mit der Lesung aus ihrem Buch „Kinder sind ein Geschenk ... aber ein Wellness-Gutschein hätt’s auch getan“.
abine Bode sorgte im Bahnhof Langendreerfür einen unterhaltsamen Abend mit der Lesung aus ihrem Buch „Kinder sind ein Geschenk ... aber ein Wellness-Gutschein hätt’s auch getan“.
Foto: FUNKE Foto Services
Comedy-Autorin Sabine Bode stellte im Kulturbahnhof ihr Buch vor „Kinder sind ein Geschenk ... aber ein Wellness-Gutschein hätt’s auch getan“

Langendreer..  Richtig gut gelaunt und bestens unterhalten verließen die etwa 120 Besucher nach drei Stunden die Lesung von Comedy-Autorin Sabine Bode im Kulturbahnhof. Sie präsentierte ihr Buch „Kinder sind ein Geschenk ... aber ein Wellness-Gutschein hätt’s auch getan“ als Premierenlesung mit Showcharakter. Ihre Comedy-Beiträge gaben dabei immer wieder den Rahmen für Kurzgeschichten aus dem Buch.

Das Programm drehte sich natürlich um Kinder, Erziehung und das Verhalten der Eltern. Sabine Bode stellte als „Sicherheitscheck“ zum Einstieg die typische Elternfrage: „Muss hier noch einer Pippi?“.

Die Schonzeit für das Zwerchfell war damit gleich vorbei. Bode besuchte den Schwangerschaftskurs, wo sich die zukünftigen durchtrainierten „Bilderbuchmuttis“ auf die Geburt vorbereiten. Ihr Fazit: „Anscheinend gehen da außer mir nur potenzielle Kandidatinnen von ,Germanys Next Topmodel’ hin.“

Was tun mit dem Kind, wenn es da ist? Wellness-Urlaub, Tagesmutter oder Abgeben beim Einkauf? Bode machte deutlich, nahe an der Realität hat Satire besonders viel Sprengkraft.

So reagiert das zumeist weibliche Publikum begeistert, als die Autorin augenzwinkernd auf das „Smaland“ eines schwedischen Möbelhauses anspielte. Dort seien Hinweisschilder gesichtet worden, die darauf hinwiesen, dass mein seine Kinder nur dann abgeben solle, wenn man dort auch einkaufen ginge. Natürlich hatte die Mutter zweier Kinder (sieben und zwölf Jahre) auch die Eltern im Blick. Zum Beispiel bei der Beziehung zum Nachwuchs. Diese gestaltete sich als unterhaltsames Publikumsspiel mit „Eltern sagen“ und „Eltern meinen“. Etwa zur bekannten Kinderfrage „Sind wir gleich da?“. Eltern sagen hieß: „Nein, wir sind noch nicht da.“ Eltern meinen hingegen war drastischer: „Frag noch mal, und wir binden dich aufs Autodach“.

Weiteren Themen waren unter anderem die Namensgebung (anerkannte Kindernamen des Bochumer Standesamtes), das Vorlesen von „Conny“-Büchern sowie das Mutter-Kinder-Turnen. Bode schaffte es immer wieder, die Situationskomik aus den modernen Alltagsbegleitern herauszukitzeln.

Fazit von Besucherin Annemarie Schulte: „Das Zuschauen und -hören macht richtig Spaß. Besonders verrückt fand ich, dass Eltern ihre Kinder wirklich ‘Aragorn’, ‘Chanel’ oder ‘Lidl’ nennen.“

Zufrieden war auch Bode nach der Premiere: „Bei diesem Publikum habe ich gar nicht gemerkt, wie schnell die Zeit voran schritt. Drei Stunden. Unglaublich!“

Lesung in Linden

Die nächste Lesung von Sabine Bode findet am Freitag, 8. April, um 19.30 Uhr in der Stadtteilbücherei Linden (Hattinger Straße 804-806) statt. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Förderverein „LesBar e.V.“ statt. Eintritt: fünf Euro.

Kartenreservierungen sind unter der Rufnummer 02 34 / 94 09 68 4 möglich.

 
 

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