Stammtisch schlägt hohe Wellen

Die Diskussion am WAZ-Leserstammtisch trägt erste Früchte.
Die Diskussion am WAZ-Leserstammtisch trägt erste Früchte.
Foto: WAZ FotoPool
Politik und Verwaltung reagieren auf Kritik beim WAZ-Lesertreff in Werne

Werne..  Von Stadt und Politikern im Stich gelassen fühlen sich die Werner – dieses Gefühl vermittelten die 17 Teilnehmer des ersten WAZ-Leserstammtisches letzte Woche im Haus Rogge sehr deutlich. Der diskussionsreiche Abend schlägt hohe Wellen. Und er verfehlte sein Ziel, die Entscheidungsträger über Wohl und Wehe des Stadtteiles wachzurütteln, nicht. Sowohl die Verwaltung als auch die SPD-Fraktion im Bezirk reagierten nun auf die beim WAZ-Lesertreff öffentlich gewordene Kritik.

Sie würden sich sehr wohl „dafür einsetzen, den Stadtteil Werne lebenswert zu erhalten“, heißt es in der Stellungnahme der Sozialdemokraten. „Gerade im Hinblick auf den aktuellen Sozialbericht der Stadt, nach dem Werne im Vergleich zu den Durchschnittswerten der Gesamtstadt zum Teil negative Sozialdaten aufweist“ (siehe auch Infobox). Einiges sei schon passiert, und Vieles habe man noch in der Pipeline. So sollen die Spielplätze im Park an der Amtmann-Kreyenfeld-Schule (Fliederstraße/Hagebuttenweg) und an der Heinrich-Gustav-Straße/Ecke Wittekindstraße neu gestaltet werden. Viel Geld fließe auch in technische wie bauliche Maßnahmen für die Amtmann-Kreyenfeld-Grundschule (150 000 Euro), die Von-Waldhausen-Grundschule (18 000 Euro) und die Willy-Brandt-Gesamtschule (200 000 Euro aus überbezirklichen Mitteln).

Auch der Marktplatz soll durch einen Rückschnitt der Gehölze und Sträucher sowie das Ausbessern der Absenkungen aufgewertet werden. Ohnehin habe die Bezirksvertretung Ost bereits auf Anregungen der Anwohner regiert und eine zusätzliche Reinigung zu der an den Markttagen beschlossen. Weiter auf der „To do“-Liste der SPD: ein Trinkwasserbrunnen am Parkeingang Werner Heide oder am Marktplatz; Reinigung des Ententeiches im Park; mehr Sitzbänke.

Krachtstraße: Leer stehende Häuser sollen abgerissen werden

Auch zu der im Laufe des WAZ-Leserstammtisches aufkommenden Klage über den Zustand der Asylbewerberunterkünfte an der Krachtstraße bezieht die SPD Stellung: „Die leer stehenden Häuser sollen im nächsten Halbjahr abgerissen werden.“ Und: „Zukünftig ist vorgesehen, Asylsuchende vordringlich in anderen Asylunterkünften im Stadtgebiet bzw. in Wohnungen unterzubringen.“

Auch die Verwaltung will die Kritik nicht unkommentiert auf sich sitzen lassen und ließ der Redaktion eine lange Liste mit geplanten Kanal- und Straßenbauarbeiten zukommen. Anfang 2013 geht es auf der Kreyenfeldstraße ab Am Born Richtung Werner Hellweg mit Kanalbauarbeiten los. Dauer: fünf Monate. Zeitgleich wird dort am Kreuzungsbereich Am Heerbusch ein Kanal erneuert. Im Frühjahr nimmt sich das Tiefbauamt die Kanäle am Werner Hellweg, Sportanlage Rüsingstraße/Anemonenweg bis Rüsingstraße, vor, im Sommer dann den Bereich Rüsingstraße bis Am Koppstück.

Ebenfalls für Sommer geplant: die Sanierung des Werner Hellwegs von Hölterweg bis Kreyenfeldstraße. Dauer: fünf Monate.

 
 

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