Spielplatz nach Kinderwünschen in Bochum-Ost

Elias (vorne), Noah, Vincent und Sumaiyah (hinten v.l.) erklären Marc Pattmann (Projekt „Spielplatzpaten“), was sie sich für ihren Spielplatz wünschen.
Elias (vorne), Noah, Vincent und Sumaiyah (hinten v.l.) erklären Marc Pattmann (Projekt „Spielplatzpaten“), was sie sich für ihren Spielplatz wünschen.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Stadt gestaltet das Gelände „Auf den Holln“ nach den Ideen der Kinder, Jugendlichen und Bürger aus Werne für 55 000 Euro um.

Werne..  „Wir brauchen für unseren Spielplatz ein neues Klettergerüst und eine große Rutsche“, sind sich Noah (4), Vincent (5) und Elias (7) einig. Auch eine Spielecke zum Thema „Piraten“ ist den dreien im Verbund mit Leon und Sumaiyah (3) für ihren Spielplatz „Auf den Holln“ wichtig.

Im kommenden Frühjahr wird die weitläufige, gut 2000 Quadratmeter große Anlage für rund 55 000 Euro neu gestaltet. Damit auch die direkt „Betroffenen“, also die Kinder, zu Wort kommen, nahm Marc Pattmann vom Projekt „Spielplatzpaten“ der Bochumer Falken die Wünsche der Kleinsten auf. Beim Beteiligungsverfahren für die Neugestaltung des Spielplatzes brachte er diese dann als „Kinderanwalt“ in die Diskussion mit ein.

Während Noah, Vincent und Elias fröhlich weiter spielten, ging es für die Großen zur Sache. Holger Pascheka, Sachbearbeiter beim Umwelt- und Grünflächenamt für Spielplätze, und Andreas Knost vom Kinderbüro sprachen mit den Bürgern und Vertretern der Bezirksvertretung Bochum-Ost.

Auch Diana (14) und ihre Freundin Tija (13) redeten mit. „Wir benötigen auch einen Unterstand als Treffpunkt für Jugendliche, denn wir gehen auch nach draußen, wenn es regnet“, meldeten sie sich zu Wort. Weitere Ideen der Anwesenden waren eine Nestschaukel, ein Beachvolleyball-Feld sowie ein Korb für Streetball (ähnlich wie Basketball). Denn, so der Tenor der Anwesenden: „Wir gestalten hier einen Ort, der für Kleinkinder und für Ältere gleichermaßen geeignet sein soll.“

Pascheka skizzierte, wie alle Ideen auf dem Gelände ihren Platz finden können. Dazu kommt die von den jüngeren Kindern gewünschte bis zu fünf Meter hohe Kletterwand mit Rutsche in den nördlichen Teil des Geländes. Südlich – etwas mehr zur Bahntrasse hin – schließt sich eine Sandbaustelle zum Thema Piraten an. „Das ist ein Sandkasten mit Rollenspielecke und Kletterfeld für kleinere Kinder in einem“, so der studierte Landschaftsarchitekt. In diesem Bereich befindet sich künftig auch die Nestschaukel.

Für die Größeren wird Raum an der Straße und im Umfeld des verbleibenden Bolzplatzes geschaffen. „Ungefähr vor dem Eingang zum Fußballfeld kommt der offene Unterstand hin“, erklärte Pascheka. Im anschließenden Sandbereich, in dem heute noch das Klettergerüst steht, entsteht dann das Beachvolleyball-Feld.

Der neue Spielplatz wird also nach den Ideen der Kinder und Jugendlichen umgestaltet. Auch ein Erfolg für Pattmann vom Projekt „Spielplatzpaten“, der sich gleich doppelt freuen konnte: Der 32-jährige Diplom-Sozialarbeiter fand mit Sabine und Martin Steinhoff, Nicole Dopichei, Natalie Wöllmann sowie Cordula Brüningholt neue Spielplatzpaten. Alle hatten sich zuvor in die Planungen eingebracht.

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