Ostpark erhitzt weiter die Gemüter

Tor auf oder zu? Beim „Ostpark“-Workshop ging es auch um die ehemaligen Stadtgärtnerei (Bereich „Feldmark“)
Tor auf oder zu? Beim „Ostpark“-Workshop ging es auch um die ehemaligen Stadtgärtnerei (Bereich „Feldmark“)
Foto: Wicho Herrmann
Beim Workshop in der ev. Fachhochschule wurde heiß über die geplante Bebauung diskutiert. Dabei ging es hauptsächlich um den Bereich „Feldmark“

Altenbochum..  Wie soll der Bereich „Feldmark“ - ehemaligen Stadtgärtnerei – als Teil der Bebauung „Ostpark - Neues Wohnen“ aussehen? Darüber diskutierten unter der Federführung des Stadtplanungsamtes 35 Bürger, zehn Politiker sowie acht Verwaltungsmitarbeiter bei einem sechsstündigen Workshop an der Evangelischen Fachhochschule (EFH).

Die im Juni begonnene Bürgerbeteiligung an der Bauplanung ging damit weiter. Dabei ging es nicht ausschließlich um die Bebauung des Areals an sich mit unterschiedlichen Haustypen rund um eine zentrale Wasserachse. Themen waren auch Parkplätze und Mobilität, aktiver und passiver Lärmschutz sowie die Gestaltung der Grünflächen. Ab etwa 2017 soll alles Wirklichkeit werden.

Zunächst ging es um Ausgangspunkte für den Dialog. Das Moderatorinnenteam von „IKU-Die Dialoggestalter“ setzte zunächst auf die gemeinsamen Interessen aller Beteiligten. Das hieß: die zukünftige Bebauung soll „Wohnwert im Grünen“ haben.

Sabrina Bläser, Planungsamt, berichtete zum Stand der Entwicklung. Beispielsweise zum Parken an der EFH – ein Konflikt zwischen Hochschule und Anwohnern – heißt es nun, dass es Ersatzparkplätze für die Plätze geben wird, die an anderer Stelle an der EFH wegfallen. Das geschieht voraussichtlich ebenerdig, da Tiefgaragen oder Parkhäuser teuer sind. Die Verkehrsführung über den Eichendorffweg wird als Sackgasse ausgebaut. Lediglich Rettungsfahrzeuge können durchfahren.

Bei der Bebauung und dem Lärmschutz entlang des Sheffield-Rings denkt die Verwaltung nun über eine Variante mit aktivem Lärmschutz nach. Einfamilien- und Doppelhäuser sind zudem am Eichendorffweg im Gespräch. Die Verwaltung ging damit in ihren Planungen ein Stück weit auf die im Juni geäußerte Kritik ein zu. Im Zentralbereich wird es weiterhin höhere Gebäude geben.

Drei Arbeitsgruppen beschäftigten sich am Nachmittag intensiver mit der Parksituation, der Bebauung sowie den Grünflächen. Die Workshopteilnehmer hatten zuvor diese Schwerpunkte beschlossen.

Nur wenig Konsens

Dort entstand jedoch nur wenig Konsens wie das Abschlussplenum zeigte. So beharrte eine Seite auf Mischbebauung für alle Bevölkerungsgruppen, die andere auf mehr Einfamilienhäuser. Außerdem wurde eine aufgelockerte Blockrandbebauung an der Immanuel-Kant-Straße und an der Feldmark gefordert, die weniger massiv sein soll, als die zuletzt dort errichteten Häuser der VBW. Breiter oder schmaler Baumbewuchs entlang der Schnellstraße sowie mehr Autostellfläche waren noch weitere Themen.

Als es am Ende hieß „Wie zufrieden sind Sie mit dem Workshop“ gab es deshalb deutliche Abstriche: zwischen 0 und 70 Prozent. Einer der Bürger: „Die Stadt hat sich zwar bewegt. Ich weiß jedoch nicht, wie viele Änderungswünsche die Politik mitträgt. Meine Zufriedenheit hängt davon ab, in welchem Maße Änderungsvorschläge umgesetzt werden.“ Von Seiten der Politik wurde dazu das Bemühen um Kompromisse angemahnt.

 
 

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