Ostpark erhitzt die Gemüter

Vollbesetztes Vereinsheim des LFC Laer: Zum zweiten SPD-Infoabend zum Thema Ostpark kamen über 100 Anwohner.
Vollbesetztes Vereinsheim des LFC Laer: Zum zweiten SPD-Infoabend zum Thema Ostpark kamen über 100 Anwohner.
Foto: WAZ FotoPool
Infoabend zum geplanten Wohnbauprojekt platzte aus allen Nähten. Fußballer fürchten den Verlustes ihres Platzes. „Große Nachfrage nach Wohnraum“

Laer/Altenbochum..  Die rund 100 Plätze im Vereinsheim des LFC Laer waren schnell gefüllt. Einige Nachzügler drängten sich in den Eingangsbereich, als Dirk Meyer, SPD-Fraktionsvorsitzender der Bezirksvertretung Ost, den zweiten Info-Abend zum Thema Ostpark eröffnete.

Das Großprojekt, bei dem in Altenbochum und Laer rund 1000 neue Wohneinheiten entstehen sollen, hat in den beiden Stadtteilen hohe Wellen geschlagen (die WAZ berichtete). Besonders der Fußballverein lehnt sich gegen die Pläne der Stadt auf, weil er befürchtet, aus Laer gedrängt zu werden.

„Wir werden nicht auf das Gelände der Radrennstrecke an der Feldmark ziehen“, betonte Peter Rösler, Vorsitzende des LFC. Alternativen müssen also gefunden werden. „Darum sind wie heute hier“, so Mayer, der die Anwohner bei der Weiterentwicklung des Projektes mit ins Boot holen will. „In unserer Bezirkssitzung Ost werden wir der Beschlussvorlage konkrete Anträge beifügen. Das bedeutet, dass sich die Verwaltung mit den Anregungen befassen muss“, erklärte Mayer. Viele der anwesenden Laerscher befürchteten nämlich, „dass einfach über unsere Köpfe hinweg entschieden wird“.

Anregungen sammeln

Diese Anregungen galt es, beim Info-Abend im Vereinsheim, bei dem auch etliche Politiker der Bezirksvertretung Mitte zugegen waren, zu sammeln.

Zuvor stellte Uwe Langer vom Planungsamt der Stadt das Ostpark-Projekt noch einmal in Kürze vor und gab erste Antworten auf drängende Fragen, darunter auch, ob derart viele Wohnungen in Altenbochum und Laer in Zukunft überhaupt benötigt würden. Langer: „Wir haben ein große Nachfrage, besonders von jungen Familien, aber auch barrierefreies Wohnen wird in den kommenden Jahren zunehmend nachgefragt werden.“ Überdies sollen Wohnungen für Studenten und Berufseinsteiger geschaffen werden. „Wir haben die Nachfrage und den Standort von Experten analysieren lassen“, so Langer.

Auf die Frage nach den geplanten Gebäudetypen, antwortete er: „Wir wollen erreichen, dass verschiedenen Generationen in einem Quartier wohnen können, demzufolge wird es unterschiedliche Gebäudetypen geben.“ Außerdem solle es „Wohnungsraum für alle Einkommensgruppen“geben.

Von den Anwesenden wurde zwar in Frage gestellt, ob tatsächlich so viele neue Wohneinheiten gebraucht würden, konstruktive Anregungen gab es aber auch.

Beispielsweise wurde vorgeschlagen, den Rasenplatz an Ort und Stelle zu belassen, in einen Kunstrasenplatz umzubauen und auf den Ascheplatz zu verzichten. Ein weiterer Vorschlag: den Rasenplatz auf die andere Seite der Havkenscheider Straße zu verlegen. Außerdem kam das Opel-Gelände als potenzieller Baugrund ins Gespräch.

Peter Rösler betonte: „Wir sind jederzeit zu Gesprächen bereit, aber wir wollen unter allen Umständen im Stadtteil bleiben.“

Viel Unterstützung bekam die Idee von Dagmar Wolf von der Werbegemeinschaft Laer, mit dem Bau im geplanten Quartier „Havkenscheider Höhe“ zu beginnen. Damit würde der Standort Laer gestärkt, der Sportplatz vorerst verschont und außerdem verhindert, dass neue attraktive Wohnungen im geplanten Gebiet „Feldmark“ Menschen aus Laer weglocken.

Interessiert verfolgte auch Pierre Plottek von der Bürgerinitiative „Eichendorffweg“ aus Altenbochum den Info-Abend: „Die Anwohner haben Glück, dass die Bezirksvertretung Ost entsprechend reagiert hat. Hier können die Anträge noch mit in die Beschlussvorlage aufgenommen werden. Im Bezirk Mitte, ist das Projekt bereits durchgewunken worden. Uns bleibt also nur Bitten und Hoffen.“ Von der CDU habe die Bürgerinitiative bereits eine Einladung, die SPD des Bezirks Mitte habe sich jedoch noch nicht gemeldet.

 
 

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