Ostbad soll barrierefrei werden

Das Ostbad ist das einzige in Bochum, das bislang keinen barrierefreien Zugang hat.
Das Ostbad ist das einzige in Bochum, das bislang keinen barrierefreien Zugang hat.
Foto: WAZ
Mit Unterstützung der Bezirksvertretung Ost, die vorab die Kosten für den Bauantrag übernimmt, soll um auch älteren, behinderten Menschen oder Familien mit Kinderwagen den Zugang zum Schwimmbad erleichtert werden. Dieser verschlingt samt Gutachten allein 25 000 Euro.

Bochum. Das Hallenfreibad Langendreer am Eschweg – auch Ostbad genannt – soll barrierefrei werden. Ein entsprechender Vorschlag der Fraktionen von SPD und Grünen wurde von den Mitgliedern der Bezirksvertretung Ost in der jüngsten Sitzung einhellig abgenickt.

25.000 Euro wird das Gremium aus dem so genannten Haushalts-Feuerwehrtopf für sonstige bezirkliche Sanierungsmaßnahmen locker machen; dieser gehört zu den Eigenmitteln, die die Bezirke selbst verteilen können. Damit rückt aber noch längst kein Bautrupp an, um auch älteren, behinderten Mitmenschen oder Familien mit Kinderwagen den Zugang zum Schwimmbad zu erleichtern. Das Geld reicht so gerade, um den Bauantrag mit allen geforderten Gutachten zu finanzieren, wie sich in Rücksprache mit der Fachverwaltung herausstellte.

Die Lokalpolitiker sehen das Geld jedoch gut angelegt. Schließlich sei das Ostbad das einzige Hallenfreibad in Bochum, das noch nicht barrierefrei ist. „Zurzeit müssen gehbehinderte Badegäste und Rollstuhlfahrer die Hilfe von Dritten bzw. des Badepersonals in Anspruch nehmen. Durch geeignete bauliche Maßnahmen soll die Situation für diese Badegäste verbessert werden“, heißt es in der Anfrage an die Verwaltung.

Mehr Lärmschutz an der Hölterheide

Die einen sollen leichter ins Schwimmbad gelangen, anderen möchten die Bezirksvertreter gerne zu mehr Lärmschutz verhelfen. In diesen Genuss sollen die Anwohner der Hölterheide in Werne kommen. Dazu soll im Bereich der Kurve die Brücke, die offenbar nicht mehr benötigt und dazu auch noch baufällig ist, verfüllt werden. Nach Angabe der Anwohner, so SPD und Grüne in ihrer Anfrage, gelange der Verkehrslärm der A40 durch eben diesen Tunnel zu den Häusern an der Hölterheide. „Das Verschließen dieser Öffnung würde erheblich zur Verringerung des Verkehrslärms in diesem Wohnbereich beitragen. Gleichzeitig wäre das Brückenbauwerk langfristig abgesichert.“ Maximal 10 000 Euro stellt die Bezirksvertretung für diese Maßnahme zur Verfügung. Eine Entscheidung, die ebenfalls einstimmig beschlossen wurde. Noch einmal 13.100 Euro nimmt das Stadtteilgremium in die Hand, um weitere Ruhebänke für den Stadtbezirk Ost zu beschaffen. Orte sollen in Absprache mit der Bezirksvertretung im Vorfeld abgestimmt werden.

Auf Anraten der CDU-Fraktion vertagt wurde die Entscheidung darüber, 10.000 Euro in den Rückbau der Aufpflasterungen in Werne-Zentrum zu investieren, weil dort immer wieder Autos aufsetzen. Mit diesem Thema soll sich zunächst die neu formierte Verkehrskommission der Bezirksvertretung auseinandersetzen.

 
 

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