Laersche Runde öffnet sich ab sofort ganz für die Bürger

So wie im Oktober letzten Jahres soll es ab sofort immer sein: Die Laersche Runde öffent sich für die Bürger.
So wie im Oktober letzten Jahres soll es ab sofort immer sein: Die Laersche Runde öffent sich für die Bürger.
Foto: WAZ
Der Zusammenschluss örtlicher Vereine und Verbände will nicht mehr unter sich bleiben und heißt künftig auch Bürger bei den regelmäßigen Treffs willkommen. Einstimmiger Beschluss bei der jüngsten Sitzung. Ab Juli erhält also auch die Öffentlichkeit Einlass in die Runde

Laer..  Am Ende waren sich alle einig: Die Laersche Runde, ein Zusammenschluss örtlicher Vereine und Verbände, der sich regelmäßig zum Austausch trifft, will sich den Bürgern komplett öffnen. Ein entsprechender Tagesordnungspunkt wurde jetzt einstimmig beschlossen.

Damit wird umgesetzt, was einige Bürger bei einem WAZ-Leserstammtisch im letzten Jahr forderten: Nämlich Zutritt zu dieser „geschlossenen Gesellschaft“ gewährt zu bekommen. Eine erste Öffnung der Laerschen Runde fand im Oktober statt (wir berichteten). Damals nutzte eine Handvoll Laersche das Angebot. Danach lief wieder alles wie gewohnt – und die Vereinsvertreter waren bei ihren Treffs unter sich.

Der aktuelle Vorstoß, dies zu ändern, kam von Stephan Kosel, Leiter des evangelischen Kinder- und Jugendzentrums Laer. „Wir sollten uns weiter öffnen und für mehr Transparenz sorgen“, so sein Vorschlag. „Schließlich passiert hier ja nichts Geheimes.“

Viele Neuigkeiten, die auch für die Öffentlichkeit interessant sind

In der Tat. Die Neuigkeiten aus den Vereinen, die hier vorgetragen werden, dürften durchaus auch für die Öffentlichkeit interessant sein: Etwa, dass die Verfüllung des Unterbodens der ev. Kirche abgeschlossen ist und günstiger als gedacht war; dass der TSV Laer einen enormen Mitgliederschwund zu beklagen hat; oder dass Apotheker Walter Wolf plant, einen Info-Fernseher in ein Schaufenster zu stellen, um per Bildschirm auf Veranstaltungen in Laer hinzuweisen.

Stephan Kosel hält die Laersche Runde demnach auch für „eine ideale Möglichkeit, sich über das Leben im Stadtteil zu informieren.“ Die Runde könne ja weiter funktionieren wie bisher, „nur halt offener“. Walter Wolf bemerkt in diesem Zusammenhang, dass er die erste offene Sitzung „gelungen und wiederholunsgwürdig“ fand. Denn: „Ich hatte den Eindruck, dass alle von uns an diesem Tag etwas besser vorbereitet waren.“

Menschen ernst nehmen

Auch Erika Kolbus-Knaak (SPD) plädiert für eine komplette Öffnung: „Ich halte es für wichtig, dass wir die Menschen vor Ort ernst nehmen.“ Denn ernst genommen fühlten sich einige Laersche damals nicht gerade. Die erste offene Laerschen Runde kam dementsprechend gut an. Und die, die da waren, signalisierten, gerne wiederkommen zu wollen. Dazu besteht nun die Möglichkeit, zumal am Ende auch ein Skeptiker von damals, Wolfgang Lehmann (SPD), einsieht: „Es profitieren ja alle davon.“ Ganz bestimmt.

 

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