„Geheimbund“ öffnet sich

Informativer Austausch im Gemeindehaus: die Laersche Runde bei der ersten öffentlichen Sitzung.Foto:Stefan Arend
Informativer Austausch im Gemeindehaus: die Laersche Runde bei der ersten öffentlichen Sitzung.Foto:Stefan Arend
Foto: WAZ
Laersche Runde lädt zur ersten öffentlichen Sitzung, doch nur eine Handvoll Bürger nehmen das Angebot an. Sie erfahren viel Wissenswertes aus dem Ort

Laer..  Premiere in der Laerschen Runde: Zum ersten Mal wurde dieser regelmäßige Treff der Vereine, Verbände und Institutionen, den Stephan Kosel vom ev. Kinder- und Jugendtreff spaßeshalber „Geheimbund“ nennt, für die Öffentlichkeit geöffnet. Einige Bürger hatten sich beim WAZ-Leserstammtisch Anfang des Jahres über die „geschlossene Gesellschaft“ beschwert und den Wunsch geäußert, sich beteiligen zu dürfen. Umso trauriger, dass gerade einmal eine Handvoll Laerscher dieses Angebot nutzten.

Die, die im ev. Gemeindehaus erschienen sind, werden ihr Kommen nicht bereut haben. Hier erfuhren sie viel Wissenswertes aus ihrem Ort. Denn genau darum geht es in der Laerschen Runde: den gemeinsamen Austausch. Der Förderverein der Grundschule berichtet, dass der Schulhof neu gestaltet werden soll; von der Werbegemeinschaft ist zu hören, dass der Cap-Markt am Lahariplatz eine neue Leitung hat; der Tischtennisclub klagt über Nachwuchssorgen; die Feuerwehr teilt mit, dass sich der Neubau in Altenbochum verzögert und der ev. Kinder- und Jugendtreff will in den Herbstferien in der ev. Kirche Fußball spielen lassen.

Apropos Fußball: Ein großes Thema des Abend ist der LFC Laer. Die Meldung, dass der Club sein mit Top-Mannschaften besetztes Jugendturnier im nächsten Jahr wiederholen will, geht fast unter. Denn natürlich beschäftigt die Verantwortlichen vor allem die geplante Ostpark-Bebauung, für die der Sportplatz weichen und der Verein an die Stadtgrenze zu Altenbochum ziehen soll (wir berichteten). Der Vorsitzende Peter Rösler findet die Bebauung „nicht nachvollziehbar“ und will sich „mit Händen und Füßen dagegen wehren.“ Dabei hofft er auch auf Unterstützung aus dem Stadtteil. Stephan Kosel, der selbst jahrelang für den LFC die Stiefel geschnürt hat, bezeichnet es als „dramatisch, dass niemand aus Laer auf der ,Planungsreise’ mitgenommen wurde.“ Dennoch rät er zur Besonnenheit und empfiehlt, den SPD-Informationsabend am nächsten Montag im Haus Leunig abzuwarten, ehe man in Aktionismus verfalle.

Wiederholung erwünscht

Ob und in welcher Form die „offene“ Laersche Runde wiederholt wird, soll in der nächsten Sitzung diskutiert werden. Gerd Dominik, einer der interessierten Bürger, würde gerne wieder kommen. „Sehr informativ“ fand er den Abend. Auch Horst Scharf spricht sich für eine Wiederholung aus, denn: „Ich finde es gut und wichtig, als Bürger voll akzeptiert zu werden.“

Info: Nicht am Lahariplatz, sondern an der kath. Kirche soll am 8. November, 17 Uhr, der St. Martinszug starten. Dort präsentieren Kinder der kath. Kita und der Grundschule ein Martinsspiel. Vom Erlössoll ein Schaukasten für die neue Stadtteilinitiative Laer angeschafft werden.

 
 

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