Frische Ideen für neuen Spielplatz in Altenbochum

Noah (8) nimmt den Spielplatz nochmal genauer unter die Lupe, während die Erwachsenen im Hintergrund überlegen, wie die Spielfläche anders und vor allem besser aufgeteilt werden kann.
Noah (8) nimmt den Spielplatz nochmal genauer unter die Lupe, während die Erwachsenen im Hintergrund überlegen, wie die Spielfläche anders und vor allem besser aufgeteilt werden kann.
Foto: Dietmar Wäsche
Stadt hübscht Fläche an der Ecke Birkenbusch/Pappelbusch in Altenbochum für 60 000 Euro auf – nach den Wünschen von Kindern, Eltern und Großeltern.

Altenbochum..  Nein, so wirklich schlecht ist es um den Spielplatz an der Ecke „Am Birkenbusch/Am Pappelbusch“ nicht bestellt. Der Sand wurde gerade erst ausgetauscht. Und das Areal bietet viele Spielmöglichkeiten für große und kleine Kinder. Dennoch sehen Stadt und Politik Handlungsbedarf. Und investieren 60 000 Euro, um den Spielplatz auf den neuesten Stand zu bringen.

Um die Sache nicht an den Wünschen der Nutzer vorbei anzugehen, hat die Stadt zum Ortstermin eingeladen. Einige Familien, aber auch Großeltern sind dem Aufruf gefolgt und stehen nun abseits des großen Sandkastens, um frische Ideen für eine Modernisierung ins Spiel zu bringen. Noah (8) möchte am liebsten eine Seilbahn; seine Eltern Yvonne und Benedikt Graw gerne mehr Spielgeräte für Kleinere. Klar, ihre Zwillinge Lia und Marla (14 Monate) haben auch bald „Spielplatzreife“ erlangt.

Ute Pressler-Witting wohnt direkt nebenan. Sie hat früher selbst hier gespielt. Nun toben sich ihre Enkelkinder regelmäßig auf dem Spielplatz aus. Sie wünscht sich mehr Sitzbänke. Und diese, zusammen mit dem Kleinkinder-Spielbereich, möglichst zur Straße „Am Pappelbusch“ hin. Weit weg von ihrem Grundstück. Denn: „Nichts ist schlimmer als quatschende Mütter“, sagt sie.

Vorschläge, die bei Holger Pascheka, den Spielplatz-Experten vom Umwelt- und Grünflächenamt, allesamt auf offene Ohren treffen. Allein, sie sind nicht alle umsetzbar. Die Idee, eine eigene Ecke für Kleinkinder herzurichten, findet Pascheka prima. „Die wird dann etwa 80 Quadratmeter groß, mit Felsen vom Rest der Fläche abgetrennt und mit feinem Spielsand ausgestattet“, hat er sogleich konkrete Vorstellungen. Das Spielhäuschen und die Wippen würden dorthin umgesetzt.

Umbaubeginn im Frühjahr 2017

Als „Neuzugang“ bringt Holger Pascheka ein Gerät mit Rutsche und Balanciermöglichkeit ins Spiel. Die „Experten-Runde“ ist begeistert. Und bittet zudem noch, eine Feuerwehrstange mit zu installieren. Wird notiert. Klettergerüst und Tischtennisplatte bleiben, die dreiteilige Schaukel wird durch eine moderne ersetzt. Pascheka: „Mit Nestschaukel, Doppelschaukel und – erstmalig in Bochum – einer Eltern-Kind-Schaukel.“ Zu der bestehenden Bank gesellen sich zwei Stahlbänke, wie sie auch auf dem neuen Spielplatz am Glockengaren stehen.

Den hinteren Teil des Spielplatzes will die Stadt hügelig modellieren und mit Rasen und Sträuchern bepflanzen. Ein Zaun zum Weg hin soll die Spielfläche künftig eingrenzen. Zum Schutz vor Hunden, und damit die Kinder nicht auf die Straße rennen können.

Mit dem Umbau soll im Frühjahr 2017 begonnen werden. Die Arbeiten werden laut Holger Pascheka etwa sechs bis acht Wochen in Anspruch nehmen. „Im Sommer kann der Spielplatz also ausgiebig genutzt werden.“

 
 

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