Dach der Christuskirche wird saniert

Wicho Herrmann
Und zwar noch in diesem Jahr. Da die Gemeinde für die Reparatur ein anderes Material verwenden darf, wird die „Operation“ zudem deutlich günstiger

Langendreer.  Das Dach der Christuskirche an der Alte Bahnhofstraße 14 wird noch in diesem Jahr saniert. Darauf weist die evangelische Kirchengemeinde hin. „Aller Voraussicht nach werden die Arbeiten im Herbst dieses Jahres 2014 beginnen und auch zu Ende geführt“, erklärt der Presbyteriumsvorsitzende Pfarrer Wilfried Geldmacher. „Architekt Christoph Harder holt derzeit Angebote für das neue Dach ein“, ergänzt Presbyter Björn Knemeyer.

Bei der Dachreparatur gibt es zudem eine Veränderung zu Gunsten der Gemeinde. Geldmacher: „Statt mit teurem Naturschiefer werden wir das Dach nun mit Dachziegeln aus Ton eindecken. Damit können wir auf jeden Fall Kosten in Höhe von 80 000 Euro einsparen.“ Das heißt: Anstatt der ursprünglich veranschlagten 230 000 Euro müssen die Gemeinde und die vielen Spender „nur“ noch circa 150 000 Euro aufbringen.

Die neue Lösung für die denkmalgeschützte „Dorfkirche“ kam durch Gespräche mit den zuständigen Behörden zustande. Die Denkmalämter der Stadt Bochum, des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (Münster) der westfälischen Landeskirche stimmten Ende März der Verwendung des neuen Dachmaterials zu.

Dem war nicht immer so. Wilfried Geldmacher: „Beim ersten Gespräch im Frühjahr 2013 wurde signalisiert, dass man eine Eindeckung des Dachs mit Schindeln aus Naturschiefer für erstrebenswert halte, weil dies dem ursprünglichen Aussehen des Baudenkmals Christuskirche entspreche.“ Man verabredete jedoch, dass man darüber ein Jahr später ein weiteres Gespräch führen wolle. „Die Umsetzbarkeit dieser Vorgabe sollte überprüft werden“, so der Pfarrer.

Über einen Spendenausschuss lief 2013 eine Kampagne an. Finanzkirchmeister Hans-Wilhelm Ruland schrieb zudem Stiftungen, größere Unternehmen in der Stadt und die Gemeindemitglieder an. In einem Jahr kamen bis heute gut 57 000 Euro zusammen. Björn Knemeyer: „Viele Bürgerinnen und Bürger brachten ihre Verbundenheit mit der Christuskirche zum Ausdruck und spendeten. Im Gespräch mit der Stadt Bochum, dem Landschaftsverband und der Landeskirche wurde dieses Engagement ausdrücklich gelobt.“

Die Vorgabe „Schindeln aus Naturschiefer“ war damit nicht zu erfüllen. Weitere Spenden werden gesammelt. „Jeder weitere Euro hilft uns“, so Pfarrer Joachim Gentz. „Für die Renovierung des Daches gehen wir nun darüber hinaus an unsere letzten Rücklagen.“