Bezirk sagt Ja zum Ostpark, aber . . .

Soll nach Möglichkeit bleiben: die Sportanlage des LFC Laer
Soll nach Möglichkeit bleiben: die Sportanlage des LFC Laer
Foto: WAZ
Lokalpolitiker begrüßen geplante Wohnbebauung in Laer, verbinden mit ihrer Zustimmung aber Forderungen: u.a. Einbindung der Bürger und Sportplatzerhalt

Laer..  Die Bezirksvertretung Ost hat den Rahmenplan für das Großprojekt „Ostpark – Neues Wohnen“, bei dessen Umsetzung bis 2030 ca. 1000 Wohneinheiten in Altenbochum und Laer entstehen sollen, abgenickt. Allerdings ist das Ja mit diversen Forderungen an die Verwaltung verbunden. So sollen auch weiterhin die Bürger, Kaufleute und Vereine frühzeitig mit in die weiteren Detailplanungen eingebunden werden. Und: Der LFC Laer soll auch in Zukunft an der Havkenscheider Straße seine Fußballspiele austragen können.

Die SPD, die in ihrem gemeinsamen Antrag mit den Grünen die Anregungen vieler Bürger aus zwei Infoveranstaltungen (wir berichteten) mit aufgenommen hat, begrüßt grundsätzlich, dass sich in Laer etwas tut. „Wir haben schon vor mehr als einem Jahr die Wohnbaulandentwicklung vor Ort angeregt“, sagt Fraktions-Chef Dirk Meyer.

Er sehe keine andere Möglichkeit, um dem demografischen Wandel entgegen zu treten. „Laer altert im Vergleich zu den übrigen Stadtteilen am schnellsten, umso wichtiger ist es, attraktives Wohnland anzubieten.“

Baubeginn in Laer vorziehen

Und damit dies möglichst schnell geschieht, plädieren SPD und Grüne dafür, die Bebauung im so genannten Quartier Havkenscheider Höhe östlich der Havkenscheider Straße zeitgleich mit dem „Quartier Feldmark“ auf Altenbochumer Gebiet auf den Weg zu bringen. Mehr als die geplanten Wohneinheiten sollen es am Ende dann aber, bitte schön, nicht werden. Einen entsprechenden Passus in der Beschlussvorlage, in dem sich die Verwaltung ein Hintertürchen offen lässt, um gerade in Laer noch weiteres Bauland ausweisen zu können, lehnen die beiden Parteien ausdrücklich ab.

Bürger mit ins Boot holen

Wichtig ist den Bezirksvertretern, dass auch weiterhin die Bürger mit ins Boot geholt werden. „Wir wollen einen vernünftigen Umplanungsprozess im Dialog mit den betroffenen Parteien“, stellt SPD-Mann Wolfgang Heinemann klar. Insbesondere auch, wenn es um die Zukunft des Sportplatzes an der Havkenscheider Straße gehe. Dieser soll nach Meinung von SPD und Grünen erhalten bleiben. Die Stadt wird aufgefordert, eine entsprechende Änderung des Rahmenplans zu prüfen.

Drei Alternativstandorte

Für den Fall, dass eine Verlegung der Sportanlage des LFC unabdingbar sei, haben die Bezirksvertreter gleich drei Alternativstandorte parat: gegenüber auf der östlichen Seite der Havkenscheider Straße, neben der A43-Anschlussstelle Laer oder auf dem Neufahrzeuge-Parkplatz von Opel an der Alten Wittener Straße. Auch müsse der Klub dann für sein in Eigenregie errichtetes Vereinsheim finanziell entschädigt werden. Wichtig: Der neue Platz müsse fußläufig aus dem Ortsteil erreichbar sein.

Nur CDU stimmt dagegen

Gegen das „Ostpark“-Projekt stimmte lediglich die CDU. Seine Bedenken seien trotz des Antrags von SPD und Grünen nicht ausgeräumt, äußerte sich Karl-Josef Schiffer, der zudem „die Gigantomanie“ der Wohnbebauung kritisiert.

SPD Altenbochum begrüßt „Ostpark“-Projekt

Beifall für die Bebauungspläne gibt es von der SPD Altenbochum: „Der Vorstand begrüßt das Vorhaben auf dem Brachgelände an der Feldmark als Beitrag zu einer zukunftsgerichteten Entwicklung von Stadt und Ortsteil“, soweit Ulrich Wicking.

Chance, die Abwanderung zu verhindern

Der Ortsverein sieht die auf dem Areal zwischen Feldmark, Immanuel-Kant-Straße, Eichendorffweg und Sheffield-Ring in den kommenden Jahren geplanten Wohnungen und Eigenheime als Chance, die Abwanderung bauwilliger Bochumer in Neubaugebiete der Nachbarstädte zu verhindern. Zudem könnte die Infrastruktur Altenbochums gestärkt werden.

Verjüngung des Stadtteils

Obendrein könnte das Wohnraumangebot vor allem für junge Familien, Studenten der ev. Fachhochschule (die ihre Erweiterung plant) zur Verjüngung des Stadtteils beitragen. Wicking: „Ob das gelingt, hängt nach Auffassung des Ortsvereins-Vorstands etwa von der Bebauungsdichte, einem akzeptablen Verkehrskonzept und ausreichenden Freiflächen ab – es geht also um das Wie der Planung.“

SPD setzt Arbeitsgruppe ein

Deshalb sei der intensive Dialog mit den Bürgern im Vorfeld der Bebauungsplanung notwendig. Die Altenbochumer SPD wolle sich erst nach Gesprächen mit Bewohnern und Vereinen positionieren. Dazu hat sie eine Arbeitsgruppe eingesetzt.

CDU-Ratsfraktion : „Modifikationen nötig“

Die CDU-Ratsfraktion spricht sich nach einer Sitzung „tendenziell für eine geordnete Bebauung in diesem Bereich aus“, erklärt Elke Janura, Vorsitzende des AK Stadtentwicklung. Allerdings seien aus Sicht der Fraktion Modifikationen nötig, etwa aufgelockerte Bebauung in kleineren Objekten und ein Verkehrskonzept.

Meinungsbildung erst nach gesonderter Sitzung

Janura: „Die CDU-Fraktion wird sich in einer gesonderten Sitzung mit dem Ergebnis des Arbeitskreises auseinander setzen und eine abschließende Meinung bilden.“

 
 

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