Altenbochum lockt mit Weihnachtsmarkt

Raha und Torin (v.l.) wärmen sich am Feuer vor der Liebfrauenkirche, wo die Stadtteilfreunde Altenbochum den Weihnachtsmarkt organisierten.
Raha und Torin (v.l.) wärmen sich am Feuer vor der Liebfrauenkirche, wo die Stadtteilfreunde Altenbochum den Weihnachtsmarkt organisierten.
Foto: Ingo Otto
Stadtteilfreunde luden wieder zu „Altenbochum glüht“ an der Liebfrauenkirche. Einige Besucher finden das Angebot zu spartanisch.

Altenbochum.  Die Augen von Lucy Lagemann strahlen: Zum ersten Mal sieht die Dreijährige einen Weihnachtsmarkt. „Es ist toll“, sagt sie und erzählt munter von ihren Weihnachtswünschen wie Kuscheltier und Hochbett. Keine schlechte Idee von Mutter Silvia Lagemann, mit dem Weihnachtsmarkt in Altenbochum zu beginnen, denn der ist mit einem Glühwein- und einem Bratwurststand recht übersichtlich.

„Wir wollen ein gemütliches Beisammensein für die Altenbochumer ermöglichen“, sagt Michael Keespe, Vorsitzender der Stadtteilfreunde (ehemals Werbegemeinschaft), die seit neun Jahren die eintägige Veranstaltung organisieren. Und dafür reichen Glühwein, Kinderpunsch, Bratwurst und Christstollen eben aus. „Hier kommen sich die Altenbochumer näher und reden über Stadtteilthemen“, weiß Monika Bieber, die seit Beginn an den Weihnachtsmarkt besucht.

Veranstalter: Wir wollen etwas Gutes für den Stadtteil tun

Freundin Erika Meindel ergänzt: „Es ist nicht so kommerziell“. Das ist auch nicht das Ziel der Stadtteilfreunde, die ein Zusammenschluss von mehr als 60 Gewerbetreiben sind. „Wir wollen einfach etwas Gutes für den Stadtteil tun“, sagt Keespe, während im Hintergrund „Oh du fröhliche“ und „Es ist ein Ros’ entsprungen“ von dem Posaunentrio „Buccinate“ zu hören ist. „Wir haben uns von Werbegemeinschaft in Stadtteilfreunde umbenannt, da die Menschen den ehemaligen Namen immer mit Werbung assoziiert haben“, erklärt Keespe.

Neben dem Weihnachtsmarkt sorgen die Stadtteilfreunde sogar mit Deko für Weihnachtsstimmung. „Wir dekorieren den Stadtteil weihnachtlich mit Herrnhuter Sternen, die sind ein richtiges Symbol für Weihnachten in Altenbochum geworden“, so Victoria Weber, Pressesprecherin der Stadtteilfreunde. Ob da schon bei Allen Weihnachtsstimmung aufkommt?

Einigen Besuchern ist der Markt zu spartanisch

„So richtig bin ich noch nicht in Stimmung“, gibt Annette Bovenkerk zu. Gemeinsam mit Guido Bovenkerk und Marlies Bertelt lässt sie sich den Glühwein schmecken. „Glühwein ist für mich etwas typisch Weihnachtliches, vielleicht können wir heute die Vorweihnachtszeit einläuten“, hofft Bertelt. Der Glühwein schmecke auf jeden Fall, außerdem treffe man bekannte Gesichter. Anette und Ralf Oehl sind zum ersten Mal Gäste auf dem Weihnachtsmarkt, der vor der Liebfrauenkirche stattfindet.

„Der Glühwein ist super, aber der Markt ist etwas spartanisch“, meint Anette Oehl. Sie brauche zwar nicht den großen Weihnachtsmarkt, wünsche sich aber ein paar Stände mit Kunstgewerbe. Familie Hesse hat den Weihnachtsmarkt zum Anlass für einen Familienausflug gemacht. „Wir fangen mit dem Altenbochumer Weihnachtsmarkt an, und fahren im Anschluss in die Innenstadt“, sagen Susanne und Stephan Hesse. Die Kinder Loreen und Daniel Hesse schlürfen Kinderpunsch und fiebern Heiligabend entgegen. „Ich habe schon mein Zimmer dekoriert und bastele fleißig“, sagt Loreen Hesse. Na dann kann Weihnachten ja kommen.

60 Gewerbetreibende gehören zu den Stadttelfreunden

Die Stadtteilfreunde Altenbochum bestehen aus mehr als 60 Gewerbetreibenden. Ziel des Vereins ist es, das Zusammenleben im Stadtteil schöner zu gestalten.

Neben dem Weihnachtsmarkt haben die Stadtteilfreunde schon etwa einen Abend im Goerdtpark mit Livemusik und Snacks veranstaltet.

 
 

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