Land fördert Bochumer Symphonie mit 7 Millionen

Das Bochumer Konzerthaus soll auf dem Platz an der Viktoriastraße gegenüber der Marienkirche entstehen. Foto: Ingo Otto/WAZ FotoPool
Das Bochumer Konzerthaus soll auf dem Platz an der Viktoriastraße gegenüber der Marienkirche entstehen. Foto: Ingo Otto/WAZ FotoPool
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Bochum.. Die Landesregierung unterstützt die Bochumer Initiative für ein Musikzentrum im Viktoria Quartier mit Fördergeldern in Höhe von sieben Millionen Euro. Dadurch rückt die Realisierung des geplanten Konzerthauses wieder in greifbare Nähe.

Bochum soll ein Konzerthaus als offenen Veranstaltungs- und Aktionsort erhalten. Dafür haben private Spender im Rahmen der Stiftung Bochumer Symphonie bereits 14,3 Millionen Euro zusammengebracht. Nun legt das Land noch sieben Millionen Euro dazu. 6,5 Millionen Euro stammen aus EU-Mitteln, eine halbe Million steuert die Landesregierung aus dem Kulturetat bei.

Das Musikzentrum soll funktional mit der Marienkirche verbunden werden und für Proben und kleinere Veranstaltungen der Bochumer Symphoniker zur Verfügung stehen. Darüber hinaus soll es für Projekte der kulturellen Bildung, für Konzerte der Musikschule, der geplanten „Zukunftsakademie Interkultur“ und andere im Kreativquartier angesiedelte Akteure genutzt werden.

Herzstück des Kreativquartiers

„Das neue Konzept schafft ein allen Sparten und Akteuren zugängliches, offenes Zentrum, das zum Herzstück des im ViktoriaQuartier entstehenden Kreativquartiers werden wird. Damit erhalten auch die Bochumer Symphoniker endlich die lang ersehnte, ihren Bedürfnissen entsprechende Spielstätte“, erklärte Kulturministerin Ute Schäfer.

Das Orchester werde hier zu einem Kernelement eines innovativen Projektes, das eine neue Rolle der klassischen Musik im Kulturleben einer Stadt erprobe, sagte die Ministerin weiter. Das habe wenig zu tun mit den Philharmonien und Konzerthäusern in den Nachbarstädten, aber ganz viel mit der Entwicklung eines kreativen Zentrums für Bochum, mit der wechselseitigen Öffnung und Befruchtung der Kultursparten und Kultur-Szenen, mit der Gewinnung von neuen Publikumsschichten. Steven Sloane sei die ideale Künstlerpersönlichkeit für die Umsetzung eines solchen Konzeptes.

Investition von insgesamt 33,3 Millionen Euro

Wirtschafts- und Städtebauminister Harry K. Voigtsberger betonte: „Mit dem Musikzentrum und dem Umbau der Marienkirche bringen wir eine Investition von insgesamt 33,3 Millionen Euro im Herzen von Bochum auf den Weg – eine Investition, die zum Abschluss des Kulturhauptstadtjahres Ruhr.2010 die Kulturlandschaft aber vor allem den Wirtschaftsstandort Ruhrgebiet stärkt.“

Zusätzlich zum Neubau des Musikzentrums steht für den aus Städtebaumitteln geförderten Umbau der Marienkirche wie bereits bisher geplant ein Budget von 9,6 Millionen Euro zuzüglich des städtischen Anteils von 2,4 Millionen Euro zur Verfügung. Der Städtebauminister hat diese Förderung allerdings von Anfang an davon abhängig gemacht, dass die zwischen Stadt und Landesregierung laufenden Verhandlungen über die Übernahme der Jahrhunderthalle in städtische Trägerschaft erfolgreich zum Abschluss gebracht werden.

 
 

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