Kurt Peter Kremer hinterlässt viele Spuren

Querenburg.  Die Süderweiterung des Bergbaumuseums (1984-86), der Umbau des Stadtpark-Restaurants zum heutigen repräsentativen Erscheinungsbild (1986), das Internationale Gästehaus der Ruhr-Universität (1968/69): Architekt Kurt Peter Kremer hinterließ bei seiner Arbeit zahlreiche Spuren in der Stadt. Der gebürtige Querenburger verstarb jetzt mit 92 Jahren.

Kremer, der 1952 sein Architekturbüro im Stadtteil eröffnete, plante und baute darüber hinaus zahlreiche Häuser in Bochum von der Nachkriegszeit bis Anfang der 90er Jahre. Ein Schwerpunkt in der Region war schon sein Erstlingswerk: der Bau der ersten ev. Apostelkirche samt dazugehörigem Gemeindezentrum (1953-1955). Schon 1971 wurde sie für eine zweite Apostelkirche im Ökumenischen Kirchenforum (Uni-Center) abgerissen.

Etwa auf dem Areal der ersten Kirche errichtete Kremer von 1983/85 das Studentenwohnheim Buschey-Platz. Das 2007 unter Denkmalschutz gestellte ev. Hustadtzentrum (1971) sowie das ev. Baumhofzentrum (1970/71) plante und baute er ebenfalls.

Als sachkundiger Bürger brachte sich Kremer, der mit dem bekannten Maler Hans-Jürgen Schlieker immer wieder eng zusammenarbeitete, auch ehrenamtlich ein. Über Jahrzehnte arbeitete er im städtischen Kulturausschuss mit.

Ende der 90er Jahre entwickelte Kurt Peter Kremer die Idee, erhaltenswerte Privathäuser, die nicht unter Denkmalschutz stehen, mit einer Plakette auszuzeichnen. Das Haus Spitz gehört zum Beispiel dazu. „Ich verbinde damit den Wunsch, dass die Eigentümer diese Gebäude als Teil ihrer und unserer Kultur wertschätzen und für die Zukunft weitgehend im Originalzustand bewahren“, sagte er dazu im Gespräch. Sein symbolisches Zeichen verhallte im politischen Alltag: 2007 fand die letzte Verleihung einer Plakette durch Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz statt.

Der Stadthistoriker Clemens Kreuzer schätzte ihn sehr. „Wir verlieren mit ihm einen der vier oder fünf bedeutenden Nachkriegsarchitekten in Bochum“, erklärte er.

 
 

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