Kunstprojekt setzt auf Annäherung der Kulturen

Jürgen Boebers-Süßmann
Lisa Lyskava.
Lisa Lyskava.
Foto: FUNKE Foto Services
In den Kunsthallen Rottstraße 5 geht Lisa Lyskavas „Pforten der Wahrnehmung“ in die zweite Woche

Bochum. In den Kunsthallen Rottstraße 5 realisiert Lisa Lyskava zurzeit ihr vielschichtiges Projekt „Doors to Perception“. Am Freitag (16.10.) geht es in den Ausstellungsräumen unter den Bahngleisen mit einem multikulturellen Abend weiter.

In ihrem bis zum 25. Oktober laufenden Kunst-&-Medien-Projekt geht es der Bochumer Künstlerin auch um den interkulturellen Dialog, „dadurch soll es zu einer Aktivierung und Gestaltung von Wahrnehmungs- und Erfahrungsprozessen kommen“, sagt Lyskava. Was damit gemeint ist, konnte man exemplarisch am Wochenende erleben, als sich die Kunsthallen bei der Percussion-Performance „Worldbeat Club“ in einen lebhaften Treffpunkt der Kulturen verwandelte, die im Gespräch, vor allem aber durch die Musik, durch den Rhythmus und die Bewegung zueinander fanden.

West-östlicher Diwan

Lisa Lyskavas Gemälde treffen beim Projekt „Doors to Perception/Pforten der Wahrnehmung“ aber auch auf Videoarbeiten, Performances und Video-Klanginstallationen, die das Phänomen der „Wahrnehmung“ in den Mittelpunkt rücken. So, wenn am kommenden Sonntag (18.10.) um 18 Uhr der Tänzer Mohamed Tamin den großformatigen Gemälden von Lyskava im Wortsinn nahe kommt, „touched and moved“ heißt sein Solo-Tanz-Programm.

Zuvor heißt es aber am Freitag (16.10.) „Viele Wege führen ins Revier“. Gemeint ist das Ruhrgebiet als Schmelztiegel der Kulturen: Mitwirkende aus verschiedenen Kulturen besetzen dabei, vermittelt von Lisa Lyskava, Goethes west-östlichen Diwan im Spiegel zeitgenössischer Literatur und Musik neu.