Kunst und Tanz wagen ‘was

Ein Bambi ist süß, ein Raptor schon nicht mehr so: Seit den Jurassic Park-Filmen wissen wir, was für ein aggressives Vieh das war, von dem es tatsächlich eine „Bambiraptor“-Spezies gab, einen fleischfressenden Dinosaurier im Mini-Format, dessen letzte Rest in den 1990er Jahren in den USA ausgebuddelt wurden. Jetzt kommt der „Bambiraptor“ auch nach Bochum – mit dem Maler und Zeichner Gordan Nikolić, der ihn als „Titelbild“ für seine gleichnamige Einzelausstellung im Kunstverein Bochumer Kulturrat mitbringt. Nikolic zwingt den Betrachter, das Unzulässige zuzulassen, in dem er farbenfrohe naiv-abstrahierte Szenarien von Kinderanimationsfilmen mit der Körperästhetik von Pin-ups und pornografischen Posen kombiniert. Klingt nicht nur herausfordernd, ist es auch. Ich bin gespannt!

Samstag bitten die Kammerspiele zum Tanz. Sehr schön! Die Kooperation mit der Urban Dance-Gruppe Renegade wird fortgesetzt, und Neco Çelik bringt nun „Ruhm“ heraus. Er hat in Film, Theater, Oper Regie geführt, mit Tanz aber bisher nix am Hut. Da dürfte es gerade seine neue, eigene Perspektive auf den urbanen Tanz sein, die den Abend ausmacht. Befeuert von der Musikerin An On Bast, die Strawinskys „Sacre“ elektronisch durch den Wolf dreht. Huh!

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