Kuchen, Klang und viel Klimbim beim Alsenfest

Wilma Kost
Beim Alsenfest konnten die Besucher gemütlich einen Cocktail auf der Straße schlürfen.
Beim Alsenfest konnten die Besucher gemütlich einen Cocktail auf der Straße schlürfen.
Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool
Zum sechsten Mal fand das Straßenfest rund um die Alsenstraße statt. Der Verein „Alsenwohnzimmer“ und die Anwohner organisierten das Fest, auf dem es viel Musik und Trödel gibt, gemeinsam. Die Organisatoren wünschen sich finanzielle Unterstützung von der Stadt.

Mitte. Kuchen, Klang, Klimbim – das gab es jetzt bei der sechsten Auflage des Alsenfests, das die Bewohner wieder gemeinsam mit dem Verein „Alsenwohnzimmer“ in der Alsenstraße veranstaltet haben. Einen Tag lang gab es Live-Musik, Flohmärkte und selbstgemachte Köstlichkeiten.

„Ich mag besonders, dass es hier in der Alsenstraße ein ‚Leben auf der Straße’ gibt. Man sitzt vor den Häusern, die Leute helfen einander und deshalb sind auch Feste wie diese möglich“, erklärt Toto Heymann, der nicht nur Bewohner der Alsenstraße ist, sondern auch das musikalische Bühnenprogramm für das Fest auf die Beine gestellt hat. Auch Kristin Schwierz hilft fleißig mit. Die Anwohnerin verkauft den selbst gemachten Kuchen. Die Auswahl ist riesig. „Alles, was man hier sieht, sind Spenden“, erklärt Schwierz, die auch Mitglied im Verein „Alsenwohnzimmer“ ist.

„Ehrenamtliches Engagement ist normal“

Denn wer einen Kuchen backt, der darf einen Flohmarkt-Stand vor seiner Haustür anbieten. Die Organisation des Alsenfestes läuft Hand in Hand mit den Bewohnern: „Uns ist vor allem wichtig, dass alle mitentscheiden können, was hier in der Straße passiert. Ehrenamtliches Engagement ist normal. Alle Stände sind selbst organisiert und werden in Eigenverantwortung getragen.“ Bücher, Schmuck, Vinyl, Klamotten, Kinderspielzeug und allerlei Kuriositäten und Kostbarkeiten wechseln die Besitzer.

„Wir vergrößern uns jedes Jahr“, freut sich Schwierz über die steigende Popularität des Alsenfest: „Das ist einfach cool, wir sind ein buntes Fest, bei dem sich das soziale Netzwerk unter den Leuten jedes Jahr stärker ausbildet.“ Das macht sich auch auf der Alsenbühne bemerkbar. Hier treten ausschließlich Musiker aus der Region auf und präsentieren ihre Songs.

„Ich bin von sehr vielen Künstlern angesprochen worden“, freut sich auch Toto Heymann über die steigende Bekanntheit des Straßenfests. Neben „Red Moving Tree“, „Heldmanns Sohn“, dem „Sebastian-Gerhartz-Trio“ treten auch Udo Höppner und Santosh Raj Gurung auf, der mit einer Art „Nepal Folk“ durch Sitar-Musik die Zuhörer in eine ferne Klangwelt entführt. Das Bühnenequipment habe sich während der letzten Jahre ziemlich verbessert, so Heymann. „Zu Anfang haben wir uns die Bühnenelemente leihen müssen und jetzt kooperieren wir gemeinsam mit einem weiteren Straßenfest.“

Für die Zukunft wünscht er sich, dass die Stadt auch auf das Alsenfest aufmerksam werde und es finanziell unterstütze. „Wir möchten einige Geister dort wecken. Denn das Fest ist unterstützenswert. Alle Künstler spielen nämlich ohne Gage“, lobt er das Engagement.