Kreuzung am Markt in Langendreer wahrscheinlich früher frei

Wie ein Teppich wird derzeit die Gummi-Matte auf der Kreuzung am Markt verlegt. Sie soll künftig Erschütterungen der Straßenbahnen abfangen.
Wie ein Teppich wird derzeit die Gummi-Matte auf der Kreuzung am Markt verlegt. Sie soll künftig Erschütterungen der Straßenbahnen abfangen.
Foto: FUNKE Foto Services / Olaf Ziegler
Bogestra-Arbeiten am 310-Gleisdreieck in Langendreer liegen voll im Zeitplan. Erster Teil auf der Unterstraße fertig. Probleme auf der Hauptstraße.

Langendreer..  Zwei gute Nachrichten und eine weniger gute von den Baustellen in Langendreer – bekanntlich wird derzeit ja an drei Stellen gleichzeitig dafür gesorgt, dass in absehbarer Zeit die Straßenbahnlinien 302 und 310 auch durch den östlichsten Stadtteil Bochums rollen. An zwei Stellen liegt die Bogestra mit den Arbeiten teils sogar vor dem Zeitplan. An einer hakt es allerdings noch . . .

Die für geplagte Autofahrer und Geschäftsleute wohl beste Neuigkeit: Die seit Ende Juni zum großen Teil gesperrte Kreuzung am Markt wird wohl eine Woche früher wieder freigegeben. Bisher war man von einer dreimonatigen Bauzeit bis Ende September für das Gleisdreieck ausgegangen. „Wir liegen taggenau im Zeitplan“, sagt Bogestra-Projektleiter Volker Böhm stolz. Mehr noch: „Wahrscheinlich sind wir sogar schon im Laufe der vorletzten September-Woche fertig“, wagt seine Kollegin Astrid Metz vom Bogestra-Baustellenmarketing eine freudige Prognose.

Aktuell befindet sich die Baustelle auf der Kreuzung in der „heißen Phase“, so Böhm, der jeden Tag vor Ort ist. Noch bis Dienstag wird die Elastomer-Matte verlegt, die künftig die umliegenden Häuser vor Erschütterungen bewahren wird, wenn die Straßenbahnen vorbeifahren. Wie Teppichrollen werden die Gummi-Schichten mit ihren elastischen Noppen ausgebreitet und später mit einer Betonschicht versiegelt. Dann kommen die Gleise drauf.

Gutachten zu Verzögerungen auf der Hauptstraße wird jetzt ausgewertet

Frohe Kunde auch vom Bauabschnitt auf der Unterstraße: Ein Teilstück, so Astrid Metz, wird kommende Woche freigegeben. Vom Ärztehaus, Unterstraße 91, in Richtung Markt sind dann beiden Fahrbahnen wieder befahrbar. „Dann ist der nächste Fortschritt zu sehen“, freut sich Volker Böhm.

Weitaus größere Sorgen bereitet ihm dagegen der Bauabschnitt auf der Hauptstraße zwischen S-Bahnhof und Markt. „Dort gibt es einen bunten Strauß an Problemen“, sagt Böhm. Diese liegen in erster Linie – wie bekannt – im Untergrund. Bei den Arbeiten zum Verlegen der Versorgungsleitungen traf man immer wieder auf alte, unbekannte Leitungen (wir berichteten). „Das hält ungemein auf“, sagt Böhm. So sehr, dass man die Prognose für die Fertigstellung bereits von Herbst auf Weihnachten korrigierte.

Ob dieser Termin eingehalten werden kann, scheint momentan zumindest fraglich. Klar äußern will sich die Bogestra dazu erst Ende September/Anfang Oktober. Bis dahin soll ein bereits vorliegendes Gutachten Aufschluss darüber geben, wie groß der Anspruch der Baufirma auf zusätzliche Bauzeit ist. Bogestra, Stadt und Baufirma werten diese externe Untersuchung derzeit aus. Auch das Rechnungsprüfungsamt ist beteiligt, um auf mögliche Mehrkosten zu prüfen.

In dieser Hinsicht liege man aber so oder so weiter im Gesamtrahmen, versichert Bogestra-Sprecher Christoph Kollmann: „Auf dem bereits fertigen Teilstück auf der Hauptstraße waren wir sparsamer. Zudem haben wir einigen Reserven eingeplant.“

 
 

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