Korea-Tag bringt volles Haus an Bochumer Spracheninstitut

Barbara Zogalla und Eduard Iskakov zeigten am Landesspracheninstitut der Ruhr Universität Taekwondo-Techniken. Das Institut veranstaltet einen Korea Tag.
Barbara Zogalla und Eduard Iskakov zeigten am Landesspracheninstitut der Ruhr Universität Taekwondo-Techniken. Das Institut veranstaltet einen Korea Tag.
Foto: Ingo Otto
  • Bochum als Hot-Spot der koreanischen Kultur
  • Wie beim ersten Tag wurden auch dieses Mal rund 500 Besucher erwartet
  • Gesponsert wurde der Tag von der „Korea Foundation“ in Berlin

Bochum.. „Annyeong Haseyo“, das war am Samstag im Landesspracheninstitut (LSI) der Ruhr-Universität oft zu hören. „Annyeong Haseyo“ ist koreanisch und bedeutet so viel wie „Guten Tag“. Als Begrüßung zum Koreatag eignete es sich also perfekt. Bereits zum zweiten Mal waren koreabegeisterte Menschen aus der ganzen Republik in Bochum zusammengekommen, um dem besonderen Land zu fröhnen.

„Bochum ist ein Hot-Spot der koreanischen Kultur“, erklärt Dorothea Hoppmann, die die Intensivkurse für Koreanisch am LSI gibt. Das liegt unter anderem daran, dass an der Universität Koreanistik unterricht wird, außerdem gibt es rund 200 Korea-Austauschstudenten an der Ruhr-Uni.

Betonklötze und Tee-Zeremonie

Für die begeisterte Menge gab es beim Koreatag viel zu entdecken. Und zwar sowohl, was die traditionelle koreanische Kultur angeht, als auch im Bereich des K-Pop, der modernen Kultur Koreas. „Wir haben den Tag so konzipiert, dass man überall etwas ausprobieren kann. Laufend gibt es Workshops“, erzählt Mit-Organisatorin Hoppmann.

Den gemeinsamen Anfang machte eine Taekwondo-Vorführung der Sportakademie Lee. „Kiddo“ aus „Kill Bill“ konnte angesichts der Aufführung von Eduard Iskakov und seinem Team einpacken. In genauen Choreographien und mit einer enormen Ausdauer zeigten die fünf Darsteller ihr Können. Der Höhepunkt war natürlich die Entzweiung mehrerer Betonklötze mit dem bloßen Arm. „Um so etwas zu können, braucht es etwa drei bis vier Jahre, bei vier Proben in der Woche“, erzählt Iskakov.

Nach dem gemeinsamen Anfang konnten sich die Korea-Liebhaber nach Herzenslust in den Workshops austoben, beispielsweise bei der traditionellen Tee-Zeremonie. Christiane Leinberger und ihre Kollegin Enjoo Moon zeigten den Teilnehmern, wie in Korea nach alter Tradition der Tee zubereitet wird, mitsamt der Aufwärm-Phase, der eigentlichen Tee-Zubereitung und dem Abwasch. Eine Verbeugung am Anfang und Ende zur Begrüßung und Verabschiedung gehörte natürlich auch dazu. „In Korea weiß man den Tee zu schätzen. Er ist gut, um den Alltag zu entschleunigen“, erzählte Leinberger.

Kleidung zum anprobieren

Im Foyer lief derweil Michael Bolech in ungewöhnlicher Gewandung herum. Er hatte ein Hanbok, ein traditionelles Trachtengewand, angezogen. Seine Freundin kommt aus Korea, so kam er mit dem Land in Verbindung. „Ich bin vor allem wegen dieser Kleidung hergekommen. Ich wollte sie anprobieren, ein Foto machen und es meiner Freundin zuschicken“, erklärte er. Zu tragen sei das Gewand super. Das Material sei schön und leicht dazu. Einen ganz anderen Grund, dem Koreatag einen Besuch abzustatten, sah Maren Scharwald. Die 26-Jährige arbeitet beim International Office der Ruhr-Universität und ist zuständig für die Studenten, die nach Asien wollen. „Mich interessierte, was die Studenten an diesem Land so fasziniert.“

 
 

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