Koalition versteht es nicht

So viel Sturheit und Beratungsresistenz war selten: Zweimal bereits scheiterte die rot-grüne Koalition mit Konzepten zum Wohnungsbau, die Grundstückseigentümer und Investoren mehr oder weniger zwangsenteignen wollten. Das Ergebnis ist bekannt: Von 2008 bis 2015 lag der private Wohnungsbau in unserer Stadt brach.

Nun also soll sich das Ganze wiederholen. SPD und Grüne haben den sozialen Wohnungsbau (wieder)entdeckt und wollen nun festschreiben, dass bei städtischen und privaten Bauvorhaben 30 bzw. 20 Prozent der neue Einheiten Sozialwohnungen sein sollen.

Richtig ist, dass in den kommenden Jahren preisgünstige Wohnungen benötigt werden. Aber es fehlt eben auch an höherwertigen Angeboten für junge Familien und für die Mittelschicht. Die Zinsen sind historisch günstig. Wer Akademiker und Existenzgründer in der Stadt halten will, muss auch dieser Zielgruppe attraktive Quartiere bieten.

Mit der beabsichtigen Gängelei von Investoren wird das nicht gelingen. Flexibilität ist angesagt, das beweisen Projekte aus Nachbarstädten. Baugebiete für die „Golfklasse“ mit individuellen Lösungen haben Hochkonjunktur. VW-Fahrer sind übrigens nicht gemeint.

 
 

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