Kinoheldin „Dorie“ lockt in den Bochumer Tierpark

Miriam Becker vom Tierpark-Team mit der doppelten „Dorie“ – rechts als Aufkleber an der Aquariumsscheibe, in der Mitte als echtes Exemplar im Meerwasser schwimmend.
Miriam Becker vom Tierpark-Team mit der doppelten „Dorie“ – rechts als Aufkleber an der Aquariumsscheibe, in der Mitte als echtes Exemplar im Meerwasser schwimmend.
Foto: Ingo Otto / Funke Foto Services
  • Im Aquarium des Tierparks schwimmen auch die Stars aus dem aktuellen Kinofilm „Findet Dorie“
  • Es handelt sich um Paletten-Doktorfische, Anemomenfische und einen Halfterfisch
  • Der Tierpark warnt aber, solche Meerwassertiere fürs heimische Aquarium zu kaufen, sofern man Laie ist

Bochum. „Ach guck mal, hier schwimmt Dorie!“ Solche Rufe sind seit einigen Wochen im Bochumer Tierpark vermehrt zu hören. Der Grund: Seit einigen Wochen läuft in den Kinos der Kinderfilm „Findet Dorie!“, eine Fortsetzung des Kassenschlagers „Findet Nemo!“ von 2003.

Beide Fischarten, der azurblaue Paletten-Doktorfisch (im Film „Dorie“) als auch der orange-weiß-schwarze Anemomenfisch (im Film „Nemo“) tummeln sich in dem rund 26 Grad warmen Salzwasser des Korallenriffbeckens im Tierpark. Es gibt jeweils mehrere Exemplare. Außerdem zieht auch ein Halfterfisch (im Film „Khan“) seine Kreise – ein Kumpel von „Dorie“ und „Nemo“.

Es werde immer wieder nachgefragt, wo diese drei Fischarten schwimmen“, sagt Miriam Becker vom Tierpark. Die Kinder würden sie nur mit ihrem Kinonamen kennen, weniger mit dem Artennamen.

Der Tierpark, sagt Zoodirektor Ralf Slabik, wolle seinen Besuchern zeigen, wie viel Spezialkenntnis, aufwendige Pflege und Technik erforderlich seien, um den Bedürfnissen der Meeresbewohner gerecht zu werden. „Gerade im Hinblick auf die nahende Weihnachtszeit raten wir davon ab, Korallenfische für das heimische Aquarium zu kaufen, sofern weder das Fachwissen vorhanden ist noch die umfangreichen Anforderungen erfüllt werden können. Meerwassertiere gehören nicht in die Hände von Laien.“ Für die Haltung seien etwa aufwändige Filteranlagen nötig, UV-Anlagen, Spezialbeleuchtungen und vieles mehr.

Doktorfisch aus dem Indo-Pazifik ist sehr beliebt

Doch zurück zu Dorie, der aktuellen Kinoheldin. Bei Kindern ist der Doktorfisch aus dem Indo-Pazifik sehr beliebt. Miriam Becker: „Im Film wird er so dargestellt, als sei er sehr vergesslich. Es ist aber davon auszugehen, dass diese Fische eine sehr gute Gedächtnisleistung haben. Sonst wären sie in freier Wildbahn aufgeschmissen. Sie wüssten nicht, welche Freunde sie haben, wo die Futterstellen sind und wer zu ihrem Schwarm gehört.“ Slabik ergänzt: „Unser Tiere sind Botschafter für ihre Artgenossen, deren Lebensräume unter anderen durch die Verschmutzung der Meere und den Klimawandel bedroht sind.“

Bis 30. November hat der Tierpark eine Rabattaktion mit der UCI Kinowelt Ruhr Park vereinbart. Für eine Tierpark-Karte gibt es im Kino beim „Dorie“-Film eine Tüte Kinder-Popcorn gratis. Umgekehrt: 1 Euro Nachlass im Tierpark.

 
 

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