Katholische Kirche verlor viele Gläubige

Bochum. Die katholiscche Kirche in Bochum hat im laufenden Jahr bereits 812 Kirchenaustritte zu verzeichnen - mehr als im Vorjahr.

m bisherigen Jahr 2010 hat die katholische Kirche in Bochum mehr Austritte hinnehmen müssen als im Jahr davor. Wie das zuständige Amtsgericht jetzt auf WAZ-Anfrage mitteilte, haben von Januar bis Ende November 812 Katholiken ihre Kirche verlassen. Im ganzen Jahr 2009 waren es hingegen 674.

Die ansteigenden Austrittzahlen sind vor allem auf die Monate März und April zurückzuführen. Damals wurde der Missbrauchsskandal bekannt. Allein in diesen beiden Monaten haben in Bochum 125 beziehungsweise 154 katholische Gläubige ihrer Kirche den Rücken gekehrt. Danach sank die Anzahl der Austritte wieder rapide. Insgesamt gibt es in Bochum und Wattenscheid rund 123 000 Katholiken. Wie viele Menschen im laufenden Jahr in die Kirche eingetreten sind, konnte das Bistum am Dienstag nicht mitteilen; die Auswertung liegt noch nicht vor.

Bei den evangelischen Christen ist die Anzahl der Kirchenaustritte leicht gesunken. In diesem Jahr sind bis Ende November 574 Menschen aus der Kirche ausgetreten. Im vorigen Jahr waren es 664. Zurzeit gibt es 101 000 Protestanten im evangelischen Kirchenkreis Bochum. Dazu zählt aus Wattenscheid nur die Gemeinde Eppendorf/Goldhamme. Hinzugewonnen haben die evangelischen Gemeinden in Bochum nach bisheriger Zählung in diesem Jahr 543 Mitglieder (437 Taufen, 106 Aufnahmen).

 
 

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