Junge Gruppe liebt das Zweirad

Foto: urbanRadeling/Michael Schmeichel

Nicht nur der ADFC kümmert sich um die Belange der Zweirad-Fans, auch die Gruppe „urbanRadeling“ möchte den Bochumern das Radfahren wieder näherbringen. Allerdings auf eine etwas andere, fast ergänzende Art und Weise. Die Gruppe sieht sich keineswegs als Kontrahent zum ADFC. Die Mitglieder von „urbanRadeling“ sind auch Mitglied im Fahrradclub, beide Gruppen veranstalten gemeinsame Aktionen. Dennoch haben die Stadt-Radler einen Vorteil dadurch, dass sie bewusst keinen Verein darstellen, sondern nur als eine lose Gruppierung auftreten. „So sind wir auf jeden Fall ein wenig flexibler“, sagt Jens Eschmann, Mitglied der Gruppe. Außerdem sei man derzeit von den Mitgliedern her noch deutlich jünger als der ADFC. Die Initiative hat sich 2014 gegründet und versucht seitdem, mit außergewöhnlichen Aktionen die Stadt darauf aufmerksam zu machen, dass beim Thema Fahrrad noch Handlungsbedarf besteht. Gerade Fahrradwege und Abstellplätze wünscht sich die Bürgerinitiative noch weit öfter in Bochum. Eine der Aktionen, um auf das Defizit aufmerksam zu machen, ist die „Critical Mass“: Jeden dritten Freitag im Monat trifft sich eine Gruppe Fahrradbegeisterter um 18 Uhr an der Alsenstraße 27, um zusammen für anderthalb Stunden durch die Bochumer Innenstadt zu fahren: „Dabei wollen wir nicht bewusst den Verkehr behindern, sondern einfach Präsenz zeigen. Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass Fahrradverkehr auch Verkehr ist“, so Eschmann. Am 30. Mai wollen die Fahrrad-Freunde außerdem mit Kindern der dritten Klasse der Liboriusschule eine Spielplatz-Tour auf dem Rad veranstalten. Und am 13. Juni stattet die Bürgerinitiative der Stadt Wuppertal einen Besuch ab, um mit der Wuppertal Bewegung über die Entstehung des Nordbahntrassen-Radwegs zu reden.

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