Jugend gibt Signal für die europäische Idee

Steinkuhl..  Junge Menschen aus Bosnien-Herzegowina und der Türkei sind derzeit zu Gast im Kinder- und Jugendfreizeithaus JuMa in Steinkuhl. Im Rahmen eines Street-Art-Workcamps loten sie zusammen mit Jugendlichen aus Bochum die Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe aus.

Die Jugendlichen aus den drei Ländern besuchen Initiativen und Vereine im Ruhrgebiet, treffen sich mit PolitikerInnen und Geflüchteten. Graffiti, Rap, Dance und Urban Gardening sind die Ausdrucksmittel, die sie nutzen, um ihre Erfahrungen anschließend zu verarbeiten und auszudrücken. Außerdem leistet die internationale Gruppe auch praktische Arbeit, um die Jugendarbeit vor Ort zu stärken: Gemeinsam errichten und gestalten sie eine neue Chill-Out-Zone am Kinder- und Jugendfreizeithaus JuMa.

In einer Zeit, in der einige die europäische Idee in Frage stellen, senden die Jugendlichen aus Bochum, der Türkei und Bosnien-Herzegowina damit ein wichtiges Signal der europäischen Jugendzusammenarbeit.

Die internationale Jugendbegegnung in Bochum dauert zwei Wochen und trägt den Titel „pARTicipate!“. Um das Projekt durchführen zu können, hat das Jugendamt der Stadt Bochum eine dreijährige Projektpartnerschaft mit Jugendeinrichtungen in dem zentralbosnischen Ort Donji Vakuf und der türkischen Stadt Çivril geschlossen.

Die Partnerschaft ist Teil des europäischen Workcamp-Programms ewoca³, das vom Land Nordrhein-Westfalen und der Stiftung Mercator gefördert wird. Mit ihrem Engagement in Bochum setzen die Jugendlichen die Partnerschaft der internationalen Jugendzusammenarbeit fort: Im vergangenen Sommer waren die Jugendlichen aus Bochum und Bosnien zu Gast in der Türkei, um auch dort bei einem mobilen Street-Art-Projekt mitzuarbeiten. Im kommenden Jahr wird die Zusammenarbeit in Bosnien fortgesetzt.

 
 

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