Johanna Honischs Kunst wohnt ein Geheimnis inne

Jürgen Boebers-Süßmann
Blick in die Ausstellung mit Arbeiten von Johanna Honisch.
Blick in die Ausstellung mit Arbeiten von Johanna Honisch.
Foto: WAZ FotoPool / Ingo Otto
Zu interessanten Entdeckungen lädt die neue Ausstellung „Sonnenanbeter“ in der Galerie Januar in Langendreer ein. Zu sehen sind Arbeiten von Johanna Honisch (*1984). Sie bewegen sich zwischen grafischer und Objektkunst und sind nicht auf Anhieb zugänglich.

Bochum. Honisch stammt aus Kirchdorf/Oberösterreich, ihre Holzschnitte und plastischen Gebilde verbinden sich über Gattungsgrenzen hinweg zu übergreifenden Werkzusammenhängen.

Etwa in „Alpen“ (2014); hier steht der Abdruck des Reliefs der Alpen als Hochgebirge in Verbindung mit dunklen Drucken, die die Form des Alpenmassivs aufnehmen und diese durch verschiedene gestalterische Eingriffe verändern. Auch die Plastik „Sonnenanbeter“ (2014), die der Ausstellung den Titel gibt, lebt sowohl von den Ähnlichkeiten wie auch Unterschieden der Materialien: Individuelle, wenn auch verwandte Formen aus Stahlblech orientieren sich an einer kleinen Messingform, scheinen von dieser Licht und Leben zu empfangen.

Fein gearbeitete Labyrinthe

Spielerischer und eindeutiger wirken Johanna Honischs fein gearbeiteten Labyrinthe, die als kleine, grüne Irrgärten in Augenhöhe postiert sind. Auch sie bergen Geheimnisse, in den phantastischen Strukturen kann man sich verlieren. Das Geheimnisvolle selbst wird so zum Wesensmerkmal dieser jungen Kunst.

Galerie Januar, Eislebener Straße 9, Vernissage 24.10., 20 Uhr, bis 11. Dezember, Öffnungszeiten do. 17-19 Uhr und nach Vereinbarung.