Jetzt verhandelt Einigungsstelle über Bochumer Opel-Werk

Rainer Einenkel, Betriebsratchef vom Bochumer Opel-Werk, hofft weiterhin, eine Perspektive für die Mitarbeiter zu schaffen. (Archivbild)
Rainer Einenkel, Betriebsratchef vom Bochumer Opel-Werk, hofft weiterhin, eine Perspektive für die Mitarbeiter zu schaffen. (Archivbild)
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
Die Belegschaft des Bochumer Opel-Werks hofft nach wie vor, dass das Opel-Modell Zafira doch noch über 2014 hinaus in Bochum hergestellt wird. Betriebsratschef Einenkel ist zudem zuversichtlich, dass in punkto Getriebefertigung vor der Einigungsstelle am Montag noch Positives erreicht werden kann.

Bochum. Auch beim Thema Ende der Getriebefertigung bei Opel seien die Würfel noch nicht endgültig gefallen. Davon ging Rainer Einenkel,Opel Betriebsratsvorsitzender Bochum, am Wochenende im Gespräch mit der WAZ aus: „Den ersten Schließungsbeschluss für das Getriebewerk hatten wird im Jahr 2009, dann sollte es 2011 sein, jetzt 2013.“ Nun sei es denkbar, dass im Rahmen der Gespräche in der Einigungsstelle die 300 Stellen, die im Getriebewerk wegfallen sollen, aus anderen Bereichen gespeist werden könnten.

Am heutigen Montag, 24. Juni, tritt die Einigungsstelle, die das Gesamtpaket für Opel Bochum schnüren soll, erneut zusammen. Dabei geht es auch um das von der Opel-Geschäftsführung für 2014 angekündigte Aus der Fahrzeugproduktion in Bochum und das angekündigte Aus für die dritte Schicht in der Fahrzeugfertigung, das für die 2. Jahreshälfte 2013 angekündigt worden war.

Hoffnung auf längere Zafira-Produktion in Bochum

Wann passiert was? Einenkel: „Ich kann keine Prognose für den Zeitplan abgeben.“ Die Belegschaft habe die Hoffnung, das der Zafira über 2014 hinaus in Bochum gebaut wird, noch nicht aufgegeben. Man wolle in Bochum gerne „an einer klügeren Lösung mitarbeiten“, als Kosten zu produzieren, indem erheblich investiert werde, um die Fertigung des jetzigen Zafira-Modells für eine kurze Übergangszeit in Rüsselsheim zu ermöglichen.

Die Opel-Geschäftsführung müsse erklären, was mit den Menschen, mit ihren Mitarbeitern passieren soll, so Einenkel erneut. Es sei nicht die Aufgabe des Betriebsrats, dabei zu helfen, das Werk abzuwickeln, sondern eine Perspektive zu eröffnen. In diesem Sinne gehe man in die Einigungsstellen-Verhandlung.