„Jedem Kind ein Instrument“ läuft und läuft

Jürgen Boebers-Süßmann

41 Kommunen, 52 Musikschulen, 576 kooperierende Grundschulen mit 57.589 Kindern und 25 Förderschulen mit 781 Jungen und Mädchen – das sind die aktuellen Teilnehmerzahlen des Programms „Jedem Kind ein Instrument“. Auf 8.189.250 Euro beläuft sich die Landesförderung für 2014. Damit wird das einst von/an der Bochumer Musikschule ins Leben gerufene Förderprojekt mehr und mehr zu einem nachhaltigen Erfolgsmodell.

Inzwischen voll etabliert

„JeKi ist mittlerweile so etabliert, dass man dazu nicht mehr viel erklären muss. Der Name ist Programm: Jedes Grundschulkind im Ruhrgebiet soll die Möglichkeit haben, ein Instrument zu erlernen, das es sich vorher selbst aussuchen kann“, sagt Musikschulleiter Manfred Grunenberg, der das landesweite Projekt koordiniert. Birgit Walter, Vorstand der Stiftung „Jedem Kind ein Instrument“, kommentierte den Förderbescheid aus Arnsberg so: „Ich bedanke mich im Namen aller am Programm beteiligten Kommunen. Der Betrag gewährleistet, dass JeKi weiterhin im Ruhrgebiet umgesetzt werden kann.“

Projekt aus der Kulturhauptstadt

„Jedem Kind ein Instrument“ war 2007 von der Kulturstiftung des Bundes, dem Land Nordrhein-Westfalen und der GLS Zukunftsstiftung Bildung der GLS Treuhand (GLS Bank) als Kooperationsprojekt der Kulturhauptstadt RUHR.2010 initiiert worden – unter Beteiligung der Kommunen, privater Förderer und der teilnehmenden Familien. In der Aufbauphase von 2007 bis 2011 stieg die Zahl der JeKi-Schüler/innen von 7000 auf 55 000. Seit dem Schuljahr 2011/12 wird das Programm alleine von der Landesregierung NRW gefördert. Heute machen rund 80 Prozent der Kommunen im Ruhrgebiet mit.